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Theater-Fusion in Bochum kündigt sich an

Hans Dreher soll auch Prinz-Regent-Theater leiten

Hans Dreher, der aktuelle Leiter des Rottstr5-Theater in Bochum, soll ab der Spielzeit 2019/20 die künstlerische Leitung des Bochumer Prinz-Regent-Theater (PRT) übernehmen. Der Trägerverein präsentierte ihn als Wunschnachfolger von Romy Schmidt, deren Vertrag nach einem Streit nicht verlängert worden war. Mit der Personalie kündigt sich eine Theater-Fusion an. Es gibt auch Kritik.

Bochum

von Max Florian Kühlem

, 05.06.2018
Theater-Fusion in Bochum kündigt sich an

Hans Dreher leitet aktuell das Rottstr5-Theater. © Ines Eckermann

In einer Stellungnahme erklärte Hans Dreher, dass es „derzeit Gespräche zwischen dem Trägerverein des Prinz-Regent-Theater und dem Rottstr5-Theater gibt, bei denen eine strategische Partnerschaft von beiden Häusern in Erwägung gezogen und geprüft wird“. Da Romy Schmidt das PRT bereits Ende Juni verlässt, soll Anne Rockenfeller, Hans Drehers Partnerin, die Interimsspielzeit 2018/19 als geschäftsführende Leiterin koordinieren.

Hans Dreher hat sich in der freien Bochumer Kulturszene verdient gemacht, indem er 2009 das Rottstr5-Theater als neuen Ort etablierte und teils gegen widrige Umstände und mit knappen finanziellen Mitteln zum Erfolg führte.

Kritik aus der Kulturszene

Aus der Szene gibt es jedoch auch Kritik an den Verbandelungen, die hinter der Entscheidung erkennbar sind: In der Findungskommission aus Mitgliedern des Trägervereins und Externen saßen unter anderem Rolf D. Suhl, der bis 2011 als kaufmännischer Direktor des Schauspielhauses Bochum mit Anne Rockenfeller als persönlicher Referentin gearbeitet hat, und Autor Werner Streletz, dessen Stück „Volkers Lied“ Hans Dreher am Rottstr5-Theater inszeniert hat.

Spannend wird sein, ob beide Theater ein eigenes künstlerisches Profil behalten. Mit dem Fokus auf Sprech- und Schauspielertheater mit Klassikern, Roman- und Filmadaptionen sind sie sich jetzt schon nicht unähnlich. Eigentlich wäre ein Schritt in Richtung mehr Vielfalt für Bochums Kulturszene wünschenswert gewesen.