Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Wilde Gesten der abstrakten Malerei

DÜSSELDORF Sie tröpfelten Farben, zerkratzten die Leinwand oder ließen mit breitem Pinsel kraftvolle Schraffuren entstehen

08.04.2010
Wilde Gesten der abstrakten Malerei

<p>Die Gemälde "Nur für Piloten" von Fred Thieler (l) und "Strandleben" von Karel Appelrand gehören zur Ausstellung. <p></p> dpa</p>

Das Fanal schöpferischer Freiheit, das Ende realistischen Abbildens, war in der frühen Nachkriegszeit Bindeglied junger Künstler von Kalifornien bis Kassel.

WeltspracheDiese "Weltsprache der Abstraktion" stellt in beeindruckender Breite eine Ausstellung dar, die mit dem programmatischen Titel "Le Grand Geste!" ab Samstag bis 1. August im Düsseldorfer museum kunst palast zu sehen ist. Präsentiert werden rund 150 Gemälde und zahlreichen Zeichnungen zwischen 1946 bis 1964 von rund 60 Künstlern. Weltstars wie Jackson Pollock oder Mark Rothko stehen neben Malern, die nahezu vergessen sind.

Furiose Arbeiten So ist Jackson Pollocks riesiges Meisterwerk "Number 32" nicht nur künstlerisch imaginärer Nabel der Schau. Klare Gedanken und Disziplin statt wilder Geste prägen die furiosen Arbeiten von Karl Otto Götz (96), der als Deutschland ältester noch tätiger Künstler schon vor über einem halben Jahrhundert aus der Bewegung des Körpers furiose Farbbahnen ins Bild brachte.

Mit dick aufgetragenen Farbschichten erobert Emil Schumacher in seiner Malerei voll glühender Farbe die dritte Dimension. Erhellend ist das große Ausstellungskapitel, das mit einer Landschaft von Max Ernst und sensiblen Tuschzeichnungen von Wols und frühen Siebdrucken Pollocks die Verwurzelung der Abstraktion im Surrealismus der Zwischenkriegszeit dokumentiert.

museum kunst palast, Ehrenhof 4-5, Düsseldorf: "Le Grand Geste!", bis 1.8., Di-So 11-18 Uhr, Do 11-21 Uhr. Katalog: 39,90 Euro.

www.museum-kunst-palast.de