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Wilhelm Genazino: „Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze“

Buchkritik

Wilhelm Genazino dreht auf gewohnt skurrile Weise am Gedankenkarussell.

von Britta Helmbold

23.02.2018
Wilhelm Genazino: „Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze“

In „Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze“ lässt Wilhelm Genazino den Leser in das Gedankenkarussell seines Ich-Erzählers eintauchen – und es dreht sich wieder einmal um die Liebe und die Ehe.

Wie immer ist es ein Mann ohne Job und Ehefrau, der zur Zerstreuung durch die Straßen streunt – und es macht Spaß ihm bei seinen amüsant zu lesenden Gedankenspielen zu folgen.

Philosophierender Antiheld

Er trifft seine ehemalige Ehefrau Sibylle bei einem Straßenfest – und fragt sich, ob im Wort Ehefrau nicht schon die Ehemalige steckt. Sibylle wiederum erinnert diesen philosophierenden Antihelden an seine Mutter.

An sie hat er keine allzu guten Erinnerungen, wie überhaupt an seine Eltern, doch sie kreuzen immer wieder in seinen Überlegungen auf.

Beobachter

Er beobachtet das Treiben um ihn herum und gedenkt seiner Freundinnen. Obwohl er manchmal schon Schwierigkeiten hat, Episoden und Namen zusammenzubringen.

Seine Frauen versuchen – allerdings vergeblich –, ihm eine Beschäftigung zu verschaffen. Er selbst überlegt, da er sich eine neue Hose kaufen muss, vielleicht eine Karriere als Hosenberater einzuschlagen.

Genazino versteht es, unterhaltsam zu erzählen. Man taucht gerne ab in den Kopf dieses skurrilen Antihelden.

Wilhelm Genazino: Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze, 176 S., Hanser, 20 Euro, ISBN 978-3-446-25810-5.
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