Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gemeinde freut sich auf 45 neue Erholungsbänke zum Schnäppchenpreis

mlzLeader-Projekt

45 neue Bänke sollen in Legden aufgestellt und mit Hinweistafeln für den Notfall versehen werden. Die Gemeinde Legden muss nur einen Bruchteil der Kosten dafür tragen.

Legden

, 08.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Gemeinde Legden bekommt 45 neue Bänke entlang der Geh- und Radwege. Finanziert wird die Anschaffung zum Großteil durch Fördermittel, denn es handelt sich um ein Projekt der Leaderregion Ahaus-Heek-Legden. Auf Ahauser Gebiet sollen 100 Bänke in Heek noch einmal 15 Bänke ausgetauscht werden. Insgesamt kosten die Bänke 88.200 Euro, 57.330 Euro werden durch die Leader-Region gefördert. Auf die Gemeinde Legden entfällt lediglich ein Gemeindeanteil von rund 9000 Euro.

Die Bänke werden dabei nicht nur ausgetauscht, sondern auch mit Hinweistafeln versehen: Auf ihnen werden genaue Koordinaten verzeichnet, damit im Notfall Hilfsbedürftige einen Notruf mit ihrem genauen Standort absetzen können. „Ein sehr guter Vorstoß“, befand Sigrid Goßling (SPD) in der Ratssitzung. Vor allem auch, weil er leicht umzusetzen sei. Ihr leuchtete nur nicht ein, warum die Gemeinde für gerade einmal 45 Bänke 100 Schilder bestellen wolle. Das war in ihren Augen doch deutlich übertrieben.

Verwaltung stellt sich auf Vandalismus ein

Bürgermeister Friedhelm Kleweken hatte die Erklärung parat: möglicher Vandalismus. Um Schilder bei Beschädigung oder Verschmutzung schnell austauschen zu können, legt sich die Gemeinde einen Vorrat an. „Im Gesamtpaket ist das ja nur Pfennigkram“, so Kleweken. Müsse später ein Schild einzeln bestellt werden und vorher ein Mitarbeiter der Verwaltung nach dem passenden Schild suchen, wären die Kosten um ein Vielfaches höher.

Berthold Langehaneberg (CDU) wollte sich mit solchen Details gar nicht mehr befassen. „Hier geht‘s doch erstmal nur ums Grundprinzip“, erklärte er. Detailfragen sollten an anderer Stelle diskutiert werden. Für ihn stand ganz klar im Fokus, dass mit den neuen Bänken und Schildern eine Lücke gefüllt wird. „Die Hilfeleistung steht im Vordergrund“, erklärte er. Gleichzeitig habe die Gemeinde den Vorteil, dass sie die Bänke für schmales Geld austauschen könne.

Zusätzliches Koordinatensystem soll Tafeln ergänzen

Eine Idee hatte noch Thomas Kockentiedt (CDU). Er schlug vor, die Bänke auch mit dem Koordinatennetz „What 3 words“ auszustatten. Das weltweite Koordinatennetz definiert drei mal drei Meter große Flächen mit drei zufällig gewählten Worten. Das Legdener Rathaus hat beispielsweise die Bezeichnung „könig.sorten.wonach“, der Dahliengarten wird mit „banknoten.kunstwerke.wochen“ bezeichnet und die Legdener St. Brigidakirche hat die Koordinaten „ebnen.ihrerseits.distel“. „Das ist eingängiger als eine Zahlenkoordinate“, erklärte Kockentiedt. Ein Vorschlag, den Friedhelm Kleweken als Anregung aufnahm.

Einstimmig stimmte der Rat für die Beteiligung am Leader-Projekt. Die Bänke sollen innerhalb eines Jahrs aufgestellt werden. Der entsprechende Antrag soll „in Kürze“ gestellt werden. So zumindest die Formulierung in der Ratsvorlage.

Lesen Sie jetzt