Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Weniger Übernachtungen in Legden und Asbeck

mlzTourismus-Statistik 2018

Tagestour statt Übernachtungen heißt der Trend bei den Besuchern in Legden und Asbeck. Während längere Aufenthalte zurückgehen, werden die touristischen Tagesangebote immer stärker genutzt.

Legden

, 14.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Keine guten Nachrichten für den Tourismus-Standort Legden und Asbeck hatte Josefa Hemker im Gepäck, als sie dem Haupt- und Finanzausschuss die Besucherzahlen für 2018 präsentierte. Denn die Zahl der Besucherankünfte sank im vergangen Jahr auf 41.125. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 4,4 Prozent.

Auslastung

Noch deutlicher fällt der Rückgang bei den Übernachtungszahlen aus. 69.779 Übernachtungen 2018 gegenüber 77.166 im Vorjahr bedeuten einen Rückgang von fast 10 Prozent. Die durchschnittliche Verweildauer in Legden und Asbeck ging von 1,8 Tagen auf 1,7 Tage leicht zurück. Die 566 angebotenen Betten waren damit im Schnitt nur zu rund einem Drittel ausgelastet.

„Das ist ein klarer Trend. Die Leute bleiben nicht mehr so lange“, kommentiert dies Anne Kleideiter von der „Touristik Legden und Asbeck“. Die Tendenz gehe klar zu Kurztrips mit einer Übernachtung oder Tagesausflügen statt zu mehrtägigen Aufenthalten.

Dahliengarten

Entsprechend positiv entwickelte sich das Tagesgeschäft. Dort gab es in den vergangenen fünf Jahren einen stetigen Anstieg, zuletzt von 2438 auf 2698 Tagesgäste. Dabei bleibt der Dahliengarten ein wichtiger Anziehungspunkt für Besucher. 296 Teilnehmer nutzten die beiden Angebote „Geschichten vom Dahlienvikar“ und „Beschwingt durchs Dahlienmeer und mehr“.

„Auch das Brotbacken wird sehr gut angenommen“, verrät Anne Kleideiter. 230 Besucher in 12 Gruppen nutzten das Angebot, im wiederaufgebauten historischen Backhaus in Asbeck unter fachkundiger Anleitung Brot zu backen.

Fackelwanderungen sind der Renner unter den Angeboten

139 Teilnehmer waren es beim „Gang zwischen den Gängen“ und dem „Kaffee-Kultur-Klatsch“ in Asbeck. Bei Fahrten mit dem Planwagen oder dem Pengel-Anton hätten es sogar mehr Teilnehmer sein können als 154. „Da gibt es ganz viele Anfragen, die wir teilweise absagen müssen“, so Anne Kleideiter. Der Grund: Es gibt nur einen Anbieter und „alle wollen zur gleichen Zeit fahren“, sagt sie. So häufen sich die Anfragen zu beliebten Terminen wie dem Vatertag.

Der Renner unter den Pauschalangeboten sind aber die Fackelwanderungen. 28 Gruppen mit 572 Teilnehmern waren bei den abendlichen Rundgängen dabei und lauschten geheimnisvollen Geschichten zu den historischen Stätten. Nach der Premiere in Legden gab es die Wanderungen im Winter nun erstmals in Asbeck. „Das wollen wir in der nächsten Saison wieder anbieten“, kündigt Anne Kleideiter an.

Finanzierung

Deutlich weniger nachgefragt wurden die Segway- und Ballontouren mit 31 und 18 Teilnehmern. Es seien eben schon viele gefahren, erklärt Kleideiter. Daher sei es normal, dass solche Angebote mit der Zeit abebben. Entsprechend müsse regelmäßig etwas neues geboten werden. Außerdem müssten die Angebote auch beworben werden, was mit begrenztem Budget schwierig sei.

Bei der Finanzierung helfen könnte der freiwillige Zusatzbeitrag der Übernachtungsbetriebe zur Unterstützung des Verkehrsvereins. Aber nur 4 von 15 Betrieben in Legden und Asbeck zahlen den Beitrag. „Wir würden uns wünschen, dass da mehr mitmachen“, so Kleideiter. Zum Ausgleich von Verlusten gewährte der Haupt- und Finanzausschuss dem Verkehrsverein eine zweckgebundene Zuwendung von 40.000 Euro für das laufende Jahr.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt