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13 Chancen, aber nur ein Tor

Westfalenliga-Fußball

Stadtlohn Der ehemals "schönste Rasen in der Westfalenliga" ist nach dem langen Winter in eine "holprige Sandwüste" mutiert: SuS Stadtlohns Trainer Frank Bajorath zeigte sich schier erschrocken über den Zustand des Untergrunds und der Spielstätte des VfB Fichte Bielefeld im Stadion "Rußheide".

von Von Bernhard Mathmann

, 05.04.2010
13 Chancen, aber nur ein Tor

Rainer Hackenfort (weißes Trikot) ließ in Bielefeld eine Vielzahl von Torchancen aus.

Ob es an dem unebenen Geläuf lag, dass ausgerechnet der zweitgefährlichste Angriff der Westfalenliga am gestrigen Spieltag mit Ausnahme des 1:1-Ausgleichstreffers von Rainer Hackenfort leer ausging, konnte Bajorath nicht bestätigen. Wohl aber hatte er aufgrund der zahlreichen ausgelassenen Tormöglichkeiten seiner Stürmer Rainer Hackenfort und Markus Krüchting allen Grund, sich die Haare zu raufen: "Rainer hätte heute die Führung in der Westfalenliga-Torjägerliste übernehmen können, wenn er seine Chancen genutzt hätte", bilanzierte Bajorath.

Ein "Chancenverhältnis von 13:3" hatte SuS Stadtlohns Trainer in den 90 Minuten notiert: Einschussmöglichkeiten nahezu im Minutentakt hätten sich für seine beiden Stürmer ergeben. Schon nach neun Minuten war Hackenfort auf dem Weg zum möglichen Führungstreffer im Fichte-Strafraum regelwidrig gestoppt worden - den fälligen Strafstoß führte der Gefoulte entgegen aller Fußballer-Regeln selbst aus und knallte ihn an das Lattenkreuz des Bielefelder Torgehäuses. Auch in der 35 Minute lag den Stadtlohnern der Torjubel schon auf der Zunge, als Hackenfort bei einem Querpass von Marcel Terhaar "nur den Kopf hätte hinhalten müssen", meinte Bajorath.

Ihre zweite von zwei Möglichkeiten nutzten indes die Gastgeber: In der 40. Minute legte Semih Özsalih genau für Marc Smith auf, der mit einem Kopfballaufsetzer dem SuS-Keeper Christoph Fork keine Chance ließ. Dass die Stadtlohner unmittelbar im Gegenzug durch Rainer Hackenfort zum 1:1 ausholten, hatte Hoffnungen auf einen Reiseerfolg geweckt.

Je länger das Spiel dauerte und je öfter die SuS-Stürmer das Tor der Bielefelder verfehlten, um so größer wurde die Enttäuschung auf der Stadtlohner Bank. Und weil Hackenfort und Krüchting im zweiten Abschnitt weitere fünf Großchancen ausließen, versuchte sich der eingewechselte Daniel Ebbing bei seinem Comeback: Aber auch er traf den Fichte-Kasten nicht (85.).