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Alfred Achtelik droht das WM-Aus

Stabhochsprung

Der Nordkirchener Stabhochspringer Alfred Achtelik sagt die Deutschen Meisterschaften verletzt ab. Auch der Start bei den Weltmeisterschaften in Malaga im September ist ernhaft in Gefahr.

29.06.2018
Alfred Achtelik droht das WM-Aus

Der WM-Start ist ernsthaft in Gefahr, bestätigte Nordkirchens Stabhochspringer Alfred Achtelik. Er leidet an einer Achillessehnenverletzung. © Reith

Er hat die beste Form seit mehr als sechs Jahren, sprang kürzlich mit 4,25 Metern neuen Westfalenrekord und peilte den Weltmeistertitel in Malaga im September an. Doch hinter dem großen Saisonziel steht nun ein noch größeres Fragezeichen. Nordkirchens Stabhochspringer Alfred Achtelik ist verletzt. Das Saison-Aus droht. Und damit auch die WM. „Die Achillessehne hat eine Beschädigung erlitten, die den Saisonverlauf infrage stellt“, bestätigt Achtelik.

Die Deutschen Senioren-Meisterschaften am kommenden Wochenende in Mönchengladbach hat der 58-Jährige schon abgesagt. In der Meldeliste taucht er zwar auf – die wurde aber herausgegeben, als Achtelik noch nicht wusste, wie schwer die Achillessehnenverletzung wirklich ist, an der er laboriert. „Eine Achillessehnenüberlastung dauert. Die Fasern müssen ausheilen – und das dauert bei einer Sehne nunmal länger als bei einer Muskelfaser“, erklärt Achtelik, der sich nach der MRT-Untersuchung Belastungsruhe verordnet hat.

Der Wettlauf mit der Zeit hat längst begonnen. Vom 4. bis 16. September steigen die Weltmeisterschaften in Spanien. Achtelik wäre einer der Top-Favoriten – wenn er denn springen kann. Bis 11. Juli muss er sich entschieden haben, ob er starten will. Dann ist Meldeschluss. „Ich muss sechs Wochen vorher voll belastbar sein, damit ich ein Training ohne Einschränkungen machen kann“, sagt der Stabhochspringer des FC Nordkirchen.

Abgeschrieben hat er den Wettkampf aber noch nicht. „Ich will schon hin und mache Programme, um weiterzukommen. Ich versuche von der Form zu retten, was geht. Den Wettkampf habe ich immer noch im Hinterkopf“, sagt er. Jetzt muss er sich zurücktasten, fährt derzeit viel Fahrrad, was Achtelik ironisch kommentiert: „Das liebe ich ja...“ Arbeiten fällt komplett flach.

Alles wäre vielleicht gar nicht so schlimm, wenn nicht ausgerechnet die linke Achillessehne solche Probleme machen würde. Mit einem Achillessehnenanriss rechts sei Achtelik schon einmal Deutscher Meister geworden. Aber links? Das ist der Sprungfuß. „Wenn ich nicht mal laufen kann, kann ich auch nicht abspringen damit“, weiß Achtelik. Und wird die Verletzung noch schlimmer, bringt sich der Hallen-Europameister ganz sicher um die WM-Teilnahme.

Die Schmerzen hatte er schon vor dem Wettkampf in Wipperfürth, wo er endlich die 4,25 Meter packte. „Ich habe schon gemerkt, dass Schmerzen da sind, aber es dann durchgezogen“, sagt Achtelik. Bei 4,35 Metern musste er dann aufgeben – die Schmerzen wurden zu groß.

„Irgendwo hoffe ich noch“, sagt Achtelik. Das WM-Aus wäre bitter, weiß er: „Ich habe den ganzen Winter darauf hintrainiert.“ Der Titelgewinn in Malaga sollte der Höhepunkt sein.