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Aus und doch nicht vorbei

Basketball: Damen spielen in der Oberliga / Herren nehmen 2. Liga ins Visier

Nach «vielen Wochen reiflicher Überlegung» mit «vielen emotionalen Höhen und Tiefen» habe der Vorstand am Mittwoch endgültig beschlossen, die zweite Mannschaft zur ersten zu machen und nur noch in der Oberliga zu spielen. Auf das in sechs Jahren DBBL-Zugehörigkeit Erreichte sei man stolz, erklärte Kemper: «Doch die Liga hat sich nicht so weiterentwickelt wie wir und wir waren an einem Punkt angekommen, an dem wir uns die Sinnfrage stellen mussten.» Geld für eine schlagkräftige Mannschaft sei auch für die kommende Saison vorhanden gewesen. Doch die hätte voraussichtlich nahezu komplett aus ausländischen Spielerinnen bestanden. «Es gibt einfach zu wenige deutsche Spielerinnen, die bereit sind, Basketball als Leistungssport zu betreiben», klagte Kemper. Von den wenigen vorhandenen sei man dann praktisch abhängig. Aufwand, Erfolgsaussichten und Persepktiven hätten so in keinem Verhältnis mehr gestanden, was letztlich zu dem Entschluss geführt habe, die vorhandenen Mittel an anderer Stelle einzusetzen. Künftig will sich die BG nun auf den Herrenbereich konzentrieren. Hier seien ausreichend eigene Talente vorhanden, die es verdienten, gefördert zu werden. «Hier können wir zurzeit aus dem Vollen schöpfen», beschrieb Kemper die Lage und legte dar, dass auch das erarbeitete Knowhow nun dem Herrenbereich zugute kommen soll, der «attraktiver und besser aufgestellt» sei als der Damenbasketball. Für den sei der Rückzug der BG möglicherweise ein Rückschlag, doch für den Club sei es die «perspektivisch beste Lösung. Wir mussten an den Verein denken.» An einem neuen Konzept für den Herrenbereich wollen Kemper und seine Helfer nach einer kurzen Verschnaufpause arbeiten. Als Ziele nannte der BG-Vorsitzende aber bereits die 2. Bundesliga und die Nachwuchsbundesliga NBBL. Die Mannschaft solle dazu gezielt verstärkt werden. Den Großteil der Sponsoren wisse er bei dieser Kursänderung hinter sich, freute sich Kemper über «viele positive Gespräche in den letzten Tagen. Ich bin danach mehr als sicher, dass es der richtige Schritt war, nicht mehr auf eine einzelne Mannschaft zu setzen, sondern auf einen Verein.» Kemper selbst darf zudem mit spürbarer Entlastung in Sachen Arbeitspensum rechnen, denn den zuletzt von ihm eindringlich geforderten hauptamtlichen Geschäftsführer wird es voraussichtlich trotz des Rückzuges aus der DBBL geben. «Stand von heute ist, dass wir schon ab der kommenden Saison einen haben werden», erklärte der BG-Vorsitzende gestern, ohne Namen nennen zu wollen. Trainer der Herrenmannschaft bleibt Alois Buschmann, der sich über die von ihm seit Jahren geforderte Konzentration auf den Herrenbereich freute: «Die Situation hat sich um 180 Grad gedreht!». Der Vertrag mit Damen-Coach Ivan Vojtko ist nach Ablauf einer einmonatigen Kündigungsfrist ausgelaufen. al

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