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David Barkenberg bringt Goliath Schermbeck ins Schwitzen

Fußball-Stadtmeisterschaft

Mehr Mühe als erwartet hatte der SV Schermbeck, um den vier Klassen tiefer spielenden B-Ligisten Barkenberg auszuschalten.

DORSTEN

von Alexander Große-Beck

, 08.07.2018
David Barkenberg bringt Goliath Schermbeck ins Schwitzen

Viel mehr Widerstand als erwartet mussten Kevin Mule-Ewald (r.) und der SVS gegen Arjan Arifaj (l.) und Co.rp

Eine Halbzeit lang leistete „David“ Grün-Weiß Barkenberg „Goliath“ Schermbeck hartnäckigen Widerstand. Dessen Einzug ins Halbfinale konnten die Grün-Weißen aber nur erschweren, nicht verhindern.

2. Runde

SVS - GW Barkenberg

5:1 (2:1)

Nach einem verhaltenen Beginn der Partie, der wohl dem heißen Wetter geschuldet war, spielte der Oberligist erst in der 12. Minute den Klassenunterschied aus. Ein perfekt getimter Flugball aus der Schermbecker Abwehrreihe erreichte Marc Schröter, der den Ball mit guter Technik annahm und trocken ins lange Eck schoss. Doch nur drei Minuten später glich der Kreisligist durch ein Kopfballtor von Barkenbergs Patrick Sadowski aus. Schermbecks Abwehr war nach einem langen Freistoß unsortiert und wurde überspielt. So musste der freistehende Sadowski nur noch einnicken.

Fortan riss der SVS das Spielgeschehen an sich, kombinierte gut, scheiterte aber stets an Barkenbergs Schlussmann Dominik Hannemann. Barkenberg hatte sogar die große Chance zur Führung, doch ein 40-Meter-Schuss von Arjan Arifaj, der SVS-Keeper Lukas Peto zu weit vor seinem Tor sah, klatschte nur an den Pfosten.

Der SVS hatte mehr Glück. Kurz vor der Pause wurde ein Schuss von Marc Schröter unhaltbar abgefälscht (41.) und es ging mit einer 2:1-Führung des Favoriten in die Halbzeit.

Scermbeck wechselte dreimal und erhöhte spürbar den Druck. So fand nur noch ein Spiel auf ein Tor statt, und zwar auf das der Barkenberger. Doch der Oberligist konnte seine zahlreichen Chancen nicht nutzen und es blieb bei der knappen Führung.

Dies änderte sich in der 68. Minute, als Schermbecks Yannick Goecke einen Freistoß aus 20 Metern und zentraler Position flach an der Fünf-Mann-Mauer vorbei zirkelte und ins rechte unterer Eck traf. Dem Kreisligisten gingen langsam die Reserven aus, was der SVS für sich zu nutzen wusste. In der 83. Minute schraubte Marc Schröter mit einem perfekten Drehschuss ins rechte obere Eck den Spielstand auf 4:1 hoch. Einen klaren Elfmeter in den Schlussminuten der Partie verwandelte Schröter souverän zum 5:1-Endstand.

„Die erste Halbzeit war sehr schleppend. Wir stehen ja auch noch am Anfang der Vorbereitung. Bei dem Wetter heute war es sehr schwierig, trotzdem sind wir eine Runde weiter“, bilanzierte Top-Torschütze Schröter. Schermbecks Coach Thomas Falkowski sprach von einem verdienten Pflichtsieg: „Wir haben die letzten beiden Tage hart gearbeitet und uns heute viel bewegt. Unsere Aufgabe haben wir erfüllt, sind ins Halbfinale eingezogen und werden hoffentlich auch ins Finale kommen. Ärger bereitet mir nur das Gegentor, da es unser Ziel war, zu null zu spielen.“

Barkenbergs Trainer Oliver Dirr wollte das Spiel erst aus Personalmangel absagen und rechnete mit weitaus mehr Gegentreffern. Mit dem Endergebnis zeigte er sich äußerst zufrieden: „Wir haben heute super Laufarbeit geleistet, obwohl es schon das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen war. Uns sind acht Leute weggebrochen, deshalb waren heute vier Männer aus der zweiten Mannschaft dabei. Ich habe mit einem zweistelligen Ergebnis gerechnet, das 5:1 nehmen wir gerne an. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“