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Fußball-Bezirksliga

Der ETuS/DJK Schwerte und seine individuellen Qualitäten

Schwerte Tumultartige Szenen, wie sie sich nachher abgespielt haben, will niemand sehen. Vorher hatte der VfL Schwerte in sportlicher Hinsicht dem Derby im EWG-Sportpark nicht seinen Stempel aufdrücken können.

Der ETuS/DJK Schwerte und seine individuellen Qualitäten

Unterschiedliche Gefühlswelten nach dem Schlusspfiff: Im Vordergrund bejubelt der ETuS/DJK Schwerte den Derbysieg, im Hintergrund hadern Spieler des VfL Schwerte mit dem Schiedsrichter. Foto: Bernd Paulitschke

Bei aller Rivalität: Normalerweise ist das Verhältnis unter den Schwerter Fußballvereinen so, dass man sich nach dem Spiel die Hand gibt. So wie es sein soll. Auch am Sonntagnachmittag im EWG-Sportpark war dies nach dem 2:1-Derbysieg des ETuS/DJK gegen den VfL Schwerte der Fall – aber nur auf dem Spielfeld.

Denn als die Spieler beider Mannschaften auf dem Weg in die Kabinen waren, entstand ein Tumult, an dem auch Zuschauer beteiligt waren. Die Ordner des gastgebenden ETuS/DJK und ihre deeskalierend eingreifenden Helfer hatten alle Hände voll zu tun. Erst nach einigen Minuten hatte sich das Geschehen beruhigt. Wer mit den unnötigen Provokationen angefangen hat, darüber gingen die Meinungen am Tag danach auseinander – die jeweils andere Seite soll es gewesen sein.

Zum Sportlichen: Dass die gut 200 Zuschauer in Schwerte-Ost keinen Fußball-Leckerbissen serviert bekommen haben, darüber herrschte weitgehend Einigkeit. „Aber ganz ehrlich: Das ist mir ziemlich wurscht“, sagt ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss nach dem Erfolg, den seine Spieler mit „Derbysieger“-Sprechchören im rotierenden Jubelkreis auf dem Platz feierten. „Mir war klar, dass wir den VfL nicht fußballerisch auseinandernehmen würden, denn natürlich hat der VfL eine gewisse Qualität“, so Haberschuss. So seien eher kämpferische Tugenden gefragt gewesen – und die individuelle Qualität der beiden Torschützen. „Solche Tore macht nicht jeder“, freute sich Haberschuss über die Treffer der technisch versierten Serkan Arslan, der den Torwartfehler Stefan Ladkaus mit einem gefühlvollen Heber ins verwaiste Tor ausnutzte, und Tobias Felgner.

Weniger schön für Haberschuss waren die Nachrichten, die er am Montagnachmittag von zwei seiner Spieler erhielt: Angelo Veigas Silva zog sich bei einem Pressschlag, nach dem er in der elften Minute ausgewechselt werden musste, einen Innenbandriss im Knie zu. Und auch Dustin Schürholz fällt wohl mehrere Wochen aus. Er ging mit einem Bänderriss im Knöchel aus dem Derby hervor.

Verletzte hatte der VfL nicht zu beklagen – das war aber fast schon alles, was es an Positivem aus blau-weißer Sicht vom Derby zu berichten gab. „Gekämpft hat die Mannschaft. Aber sie war nicht in der Lage, sich Torchancen herauszuspielen“, musste Trainer Jörg Silberbach feststellen.

Sicherlich habe auch Stefan Ladkaus Torwartfehler dem Gegner geholfen. „Aber eigentlich ist es unser Anspruch, dann trotzdem dominant aufzutreten“, so der VfL-Trainer. Das ist dem VfL am Sonntag nicht gelungen.

So musste er den Lokalrivalen Geisecker SV in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen – jene Geisecker, gegen die in knapp zwei Wochen das nächste Derby für den VfL auf dem Programm steht. Dann hoffentlich wieder ohne tumultartige Szenen nach dem Abpfiff.

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