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Frauenfußball-Westfalenliga

Berghofen Favorit im Derby bei der SG Lütgendortmund

DORTMUND Wenn man vor Saisonbeginn Manfred Schulze gesagt hätte, sein Team, der SV Berghofen, tritt am 8. Spieltag als Tabellenvierter der Frauenfußball- Westfalenliga bei der schon gegen den Abstieg kämpfenden SG Lütgendortmund an, hätte der 54-Jährige wohl vor ungläubigem Gelächter beide Hände über den Kopf zusammen geschlagen.

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Berghofen Favorit im Derby bei der SG Lütgendortmund

Treffen im Dortmunder Derby am Sonntag aufeinander: Manfred Schulze (l./SVB) und Andreas Krznar (SGL).

„Dass wir derzeit da oben stehen, hat vor der Saison keiner erwartet“, gibt „Manni“ Schulze, wie ihn seine Spielerinnen nennen, zu. Fünf Punkte trennen den SVB vom Spitzenreiter VfL Bochum II. Ebenfalls fünf Punkte beträgt allerdings auch nur der Abstand zum Gegner SG Lütgendortmund.Aus dem Keller Die Sportgemeinschaft ist am Sonntag (14.30 Uhr, Idastraße) dringend auf einen Heimsieg gegen den Vertreter aus dem Dortmunder Süden angewiesen, um sich nicht weiter mit den Kellerkindern der Liga messen zu müssen. Die Ansprüche der SG Lütgendortmund, die vor wenigen Jahren noch in der zweiten Liga kickte, liegen weitaus höher. Deshalb gibt Trainer Andreas Krznar auch zu: „Vor der Saison hätten die Vorzeichen bei diesem Derby wohl anders ausgesehen. Der Blick auf die Tabelle belehrt mich aber eines Besseren.“ Dem 39-Jährigen ist sichtlich anzumerken, wie sehr ihn die Situation wurmt, dass die Berghoferinnen auf dem Weg zur Saisonüberraschung sind, während sein Team einen sportlichen Tiefschlag nach dem anderen wegstecken muss.„Team hat sich gefunden“ Dabei hat der ehemalige Regionalliga-Torwart bereits vor dem Ligastart im Gespräch mit unserer Zeitung gewarnt: „Der Aufstieg ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man die vergangenen Jahre bei der SGL Revue passieren lässt. Es ging ständig nur bergab.“ Langfristig gesehen, so betonte Krznar im August, müsse die Sportgemeinschaft wieder in der zweiten Liga landen. Davon ist die Mannschaft derzeit jedoch meilenweit entfernt. Erst nach dem Spiel am vergangenen Sonntag (1:3 in Hauenhorst, d. Red.) – wohlgemerkt bereits der 7. Spieltag – meinte der 39-Jährige: „Das Team hat sich gefunden.“SGL mit Anlaufzeit Die vielen Neuzugänge, zumeist ganz junge Kickerinnen, die Krznar an die Idastraße lockte, benötigten eine lange Anlaufzeit, um sich miteinander bekannt zu machen, sich auf dem Spielfeld zu finden und die Spielphilosophie von Andreas Krznar zu verstehen. Symptomatisch für die anfänglichen Probleme sind disziplinarische Maßnahmen, die der Cheftrainer vor wenigen Wochen ergreifen musste. Die Leistung seines Team vom letzten Sonntag macht dem 39-Jährigen aber Mut: „Wir kriegen die Kurve.“ Nicht erst finden musste sich die Elf des SV Berghofen. Der kaum veränderte Erfolgs-Kader aus der Aufstiegssaison beschert dem seit Jahren um einen Kunstrasenplatz kämpfenden Klub den nicht erwarteten 4. Tabellenplatz.Torausbeute als Schönheitsfleck Einziger Schönheitsfleck auf der sonst starken Berghofer Bilanz: die Torausbeute. Während der SVB in der Aufstiegssaison 151 Tore erzielte, konnte der Berghofer Sturm in dieser Saison erst siebenmal einnetzen – die zweitschlechteste Offensive der Liga. „Da haben wir noch Nachholbedarf“, gesteht Trainer Manfred Schulze. Dabei helfen, die Torbilanz aufzupolieren, soll am Sonntag wieder Jennifer Kaleja. Die Torjägerin des SV Berghofen musste in den vergangenen Spielen eine Rotsperre absitzen. Sowohl Manfred Schulze als auch Andreas Krznar – beide verbindet eine enge Trainerfreundschaft – fiebern dem Derby entgegen.Keine Punkte verschenken „Meine Mädels sind heiß, der Wille zu siegen ist da. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, gibt sich Krznar kämpferisch. Manfred Schulze sagt: „Lüdo ist ein großer Name im Frauenfußball, der Respekt verdient. Dennoch werden wir die Punkte nicht aus Ehrfurcht einfach verschenken.“ Es ist angerichtet.

SGL: König – C. Lorent, Müllemeyer, Bauschulte, Schmidt, Heimsoth, Krapp, Lorent, Jantscher, Bauch, GödeckeSVB: Puzicha – Querfurth, K. Schlachzig, Stangrecki, Klemke, Winter, Lauer, Kösters, Guse, Siebert, Kaleja

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