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Cohnens Antritt überrascht Konkurrenz

Rad: Souveräner Sieg im Brackeler Westfalenpreis - Roels nur auf Platz 14

Ein wenig überrascht war der Sieger wohl selbst. «Als ich attackierte, folgte niemand. Da bin ich einfach weggefahren und hab' meinen Vorsprung eine Runde lang bis ins Ziel verteidigt», schilderte Stefan Cohnen aus dem Team Aurum-Hotels die entscheidende Aktion im 69. Internationalen Westfalenpreis, der wie immer vom RRC «Curve» Brackel ausgerichtet wurde. Nach 133,5 km in 3:04:27 Std. durfte sich Cohnen freuen. Vor Joachim Tolles (2., Team Akud-Rose) und Dirk Schumann (3., EGN-Team) machte er seinen Triumph perfekt. «Das war mein erster Saisonsieg», sagte der Heinsberger, der 2005 noch für das Team La Monta fuhr, anschließend zum Team Senges wechselte, ehe der Weg in den Süden führte. «In den letzten zwei Wochen habe ich pausiert und mich in Italien erholt. Dass ich gleich bei meinem ersten Start nach dem Urlaub gewinne, hätte ich nicht erwartet», berichtet Cohnen. Und seine Konkurrenten wohl auch nicht. Die nahmen den Angriff des Aurum-Fahrers in der Schlussrunde nicht ganz ernst - ein folgenschwerer Fehler. Denn die Team-Akud-Rose-Formation um Dominik Roels, die lange Zeit das Rennen kontrollierte, hatte nichts mehr zuzusetzen, sah fast tatenlos der Alleinfahrt Cohnens zu. Und der ließ sich nicht lange bitten. Unbeirrt kurbelte Cohnen die letzten Kilometer herunter, verlor zwar in der Schlussphase Sekunde um Sekunde seines Anfangsvorsprungs. Aber es reichte am Ende doch. Der Heinsberger bog allein auf die Zielgerade, riss die Arme hoch und machte seinen Erfolg perfekt. Und dabei war er doch nur per Nachmeldung noch ins Fahrerfeld gelangt. «Meine Freundin, die ich gerade besuche, wohnt in Essen. Und dann hab' ich mir Samstag gedacht, es wäre doch schöner an einem Rennen teilzunehmen, als allein auf Trainingsfahrt zu gehen. Also habe ich mich in Brackel gemeldet», sagte Cohnen, wischte sich den Schweiß aus dem Gesicht und nahm die Glückwünsche von Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer entgegen. Das Team Akud-Rose musste sich wie im Vorjahr mit Platz zwei zufrieden geben. Nur stand diesmal nicht Dominik Roels (14.) auf dem Treppchen, sondern Joachim Tolles, der sich im Sprint der Verfolger durchsetzte und vor Dirk Schumann (EGN-Team) den Zielstrich überquerte. Joachim Tolles durfte sich zudem über das Führungstrikot in der Wertung zur Ernst-Claußmeyer-Gedenk-Trophäe freuen, das von Manfred Besser überreicht wurde. Harald Gehring

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