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Lina Magull über die Entlassung von Steffi Jones

Dortmunder Nationalspielerin: Waren nicht mehr für die Trainerin greifbar

Dortmund Steffi Jones ist Geschichte als Trainerin der Deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Nach dem schwachen Abschneiden beim „SheBelieves Cup“ mit zwei Niederlagen und einem Remis zog der DFB die Reißleine. Eine Situation, die auch die in Dortmund geborene Lina Magull als Nationalspielerin verarbeiten muss.

Dortmunder Nationalspielerin: Waren nicht mehr für die Trainerin greifbar

Sportlich reichte es nicht, aber auch intern gab es Probleme: Lina Magull (l.) und Steffi Jones gehen nicht mehr zusammen für Deutschland auf Titel-Jagd. Foto: dpa

„Schon vor dem Turnier war klar, dass Steffi unter besonderer Beobachtung steht“, sagt die 23-jährige Spielerin des SC Freiburg, die ab Sommer für den FC Bayern München aufläuft. Nach der enttäuschenden Niederlage gegen Frankreich im letzten Spiel schwante den Frauen bereits, was passieren könnte.

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„Intern wurde da natürlich schon gemunkelt“, so Magull. Daran konnte auch die Ansprache der ehemaligen Nationaltrainerin nichts ändern. Sie wolle weitermachen, so die deutliche Aussage von Jones in der Kabine. Dass das aber nicht mehr in ihrer Hand liege, war der Trainerin auch klar.

Magull: "Vieles nicht optimal gelaufen"

„Vieles ist nicht optimal bei uns gelaufen. Wir waren zum Schluss nicht mehr richtig für die Trainerin greifbar“, ließ die Mittelfeldspielerin über das Verhältnis zur Trainerin durchblicken – und deutet dabei Risse an. Neue Impulse könnten dem Team jetzt nur guttun. Und dafür sei Interimstrainer Horst Hrubesch genau der Richtige. Erste Kontakte hatte Magull schon 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio zu Hrubesch geknüpft, den sie als aufgeschlossen und kompetent beschreibt. Die Erfolge mit der U21-Olympia-Mannschaft haben Eindruck bei den Frauen hinterlassen. Vielleicht sei gerade jetzt der passende Moment für eine Veränderung.

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„Ich hoffe, dass wir durch ihn wieder selbstbewusst auf den Platz gehen und das Ruder herumreißen können.“ Bedeutet: Alles andere als zwei Siege gegen Tschechien (7. April) und Slowenien (10. April), in denen Hrubesch das Team übernimmt, zählt nicht. Danach soll Hrubesch nach Plänen des DFB für einen Nachfolger Platz machen. „Aber wer weiß. Vielleicht gefällt es ihm ja so gut mit uns, dass er doch noch länger weitermacht“, sagt Magull. Doch egal, ob Hrubesch weitermacht oder nicht: Die Qualifikation für die WM sei Pflicht. „Da müssen wir nicht drüber reden.“

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