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Dortmunderin gewinnt ersten Auftritt in den USA souverän

Christina Hammer

Christina Hammer erledigt ihre Hausaufgaben mit Bravour. In ihrem 23. Profikampf feiert die Dortmunderin in Detroit einen souveränen Punktsieg gegen Tori Nelson - und blickt nun erwartungsvoll dem großen Titel-Vereinigungskampf im Mittelgewicht entgegen.

DORTMUND

von Peter Kehl

, 24.06.2018
Dortmunderin gewinnt ersten Auftritt in den USA souverän

Überzeugender Auftritt: Christina Hammer (l.). © dpa

Nun geht es Star-Boxerin Claressa Shields. Hammer durfte mit ihrer USA-Premiere zufrieden sein. „Ich habe in Detroit, dem Homeland von Shields, meinen Titel verteidigt. Darauf bin ich wirklich stolz. Tori konnte unglaublich viel einstecken, kein Wunder, dass sie nie k.o. ging. Jetzt mache ich eine Woche Urlaub - und dann fange ich mit der Vorbereitung für den Kampf gegen Shields an.“

Ein Abend voller Adrenalin

Es war ein Abend voller Adrenalin und Aggressivität im Masonic Temple von Detroit. Ein Abend mit überraschenden Niederschlägen, wilden Attacken, wüsten Beschimpfungen und einer Fast-Schlägerei, angezettelt von Shields, die sich nach Kampfende auf Hammer stürzte, sie lautstark beschimpfte und gar auf sie einschlagen wollten. Doch irgendwie schien sich die Dortmunderin von all dem nichts anzunehmen.

Hammer präsentierte sich in Michigan topfit, absolut austrainiert und mental gefestigt. Die 27-Jährige nutzte bei ihrem Sieg ihren Größenvorteil clever aus und hielt die elf Zentimeter kleinere Herausforderin mit dem Jab auf Distanz. Die bereits 41 Jahre alte Nelson kam ihr nur selten nah genug, um ihre Rechte abzufeuern.

Kaum Risiko

In den zehn Runden punktete Hammer ihre Gegnerin nach Belieben aus, vor allem mit ihrem rechten Aufwärtshaken. Hammer boxte technisch sauber und riskierte nur so viel, wie sie musste. So kam es zwar nicht zu ihrem elften Knockout, aber zum einstimmigen Punktsieg mit 100:90, 99:91 und 99:91. Warum zwei der drei Ringrichter eine Runde Nelson zuschrieben, blieb ein Rätsel.

Dortmunderin gewinnt ersten Auftritt in den USA souverän

Das Hammer-Team in Siegerpose. © dpa


Hammers Trainer Dimitri Kirnos lobte seinen Schützling, hob aber auch die Besonderheiten in den USA hervor. „Der Boden war eine Katastrophe, langsam und schwer wie Sand. Das macht Boxerinnen, die sich schneller bewegen, schneller müde und schwächer.“ Manager Harald Pia ergänzte: „Unter diesem Druck in den USA so souverän zu bestehen, ist eine großartige Leistung. In den USA zu kämpfen ist für Europäer immer schwierig: Akklimatisierung, Ernährung, und die Amerikaner nutzen jeden möglichen Vorteil, den die Regeln oder der Vertrag zulassen.“

Ansage an Shield

Auf jeden Fall war der Sieg von Hammer eine Ansage an Shields, die im zweiten Kampf des Abends Hanna Gabriels aus Costa Rica ebenfalls eindeutig nach Punkten besiegte und die Mittelgewichts-Titel der WBA und IBF holte.

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