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"Ein Kulturschock war das nicht"

DORTMUND Andreas Köhler hat sich im Sommer ganz bewusst und nach reiflicher Überlegung für diesen Schritt entschieden. Der Ex-Trainer des Landesligisten Phönix Eving ist aus dem Männer- in den Frauenbereich zum Dortmunder Regionalligisten SG Lütgendortmund gewechselt und sagt: "Nein, ein Kulturschock war das überhaupt nicht."

"Ein Kulturschock war das nicht"

Glücklich mit seinen Frauen: Andreas Köhler.

Sein Fazit nach drei Monaten gemeinsamer Arbeit: "Daraus kann ein längerfristiges Projekt werden."

Wo lag für Sie denn der Reiz, als langjähriger Männertrainer ins Frauenlager zu wechseln?

Köhler : Ich wollte ganz was Neues machen. Ich habe mir das interessant vorgestellt: Was passiert da, was kann ich lernen, was kann ich den Spielerinnen beibringen.

Und was ist so passiert in den ersten Wochen?

Köhler : Ich war eigentlich positiv überrascht. Die Frauen spielen in der 3. Liga ja durchaus einen gepflegten Ball, die können spielen. Ich war gut vorbereitet, wusste, dass ich vornehmlich im konditionellen und athletischen Bereich arbeiten muss.

Wie waren denn die ersten Reaktionen in der Mannschaft?

Köhler : Genau so positiv. Die Spielerinnen haben am Anfang gemerkt, wo wir Defizite haben. Ich habe viel gesprochen und überall offene Türen eingerannt. Die Mädels haben Ehrgeiz.

Was machen Sie anders in Trainingsarbeit und -methodik?

Köhler : Nichts. Ich lasse genau so trainieren. Technisch sind die Frauen sogar bisweilen besser als so mancher Bezirksliga-Spieler. Bei Sprintübungen muss ich ein wenig mehr dosieren, aber ansonsten brauchte ich nichts zu ändern.

Und wenn der Trainer Köhler mal lauter werden muss?

Köhler : Dann wird er das auch. Ich bin ja generell eher ein ruhiger Vertreter. Aber in Weiden zum Beispiel wurde es zur Pause richtig laut. Ich habe den Spielerinnen vorab schon erklärt, dass es mir dabei immer um die Sache geht, nie um Persönliches. Und empfindliche Seelen gibt es auch bei den Männern, glauben Sie mir.

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