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"Etwas komplett Neues"

DORTMUND Fußball-Coach Andreas Köhler betrat am Rauhen Holz Neuland. Zum ersten Mal trainiert er ein Frauenteam, den Regionalligisten SG Lütgendortmund. Zu seinen Eindrücken äußert sich Köhler im Interview.

"Etwas komplett Neues"

Neuer Trainer der SGL-Frauen: Andreas Köhler

Vorbehaltlos ging er an die Aufgabe und sammelte erste positve Eindrücke, selbst wenn der Auftakt in Ibbenbüren missglückte. Am Sonntag feiert seine SGL Heimpremiere im Pokal gegen den Zweitligisten Victoria Gersten. Andreas Köhler über die SGL.

Im Amateurfußball, bei den Männern, kennt Sie jeder. Warum der Wechsel zu den Frauen?Köhler: Nachdem der Kontakt zustande gekommen war, habe ich mir das durch den Kopf gehen lassen und bin zum Schluss gekommen, etwas komplett Neues machen zu wollen, eine Herausforderung anzunehmen.

Vorbehalte hatten Sie nicht?Köhler: Überhaupt nicht. Bei Trainerlehrgängen habe ich Frauenfußball-Größen wie Silvia Neid kennen gelernt, dabei einige Trainingsspiele absolviert. Da habe ich gemerkt, dass die Frauen deutlich mehr technische Finessen anwenden. Die Männer, das habe ich als Landes- und Bezirksliga-Trainer gemerkt, legen Kraft und Kondition in die Waagschale.

Und dieser Eindruck bestätigte sich in Lütgendortmund?Köhler: Ja. Auf der anderen Seite hätte ich nichts dagegen, wenn ich auch die von mir angesprochenen Eigenschaften des Männerfußballs einbringen kann, was nicht heißen soll, dass ich kraftbetonten Fußball spielen lasse.

In Ibbenbüren verlief aber nicht alles nach Wunsch...Köhler: Das stimmt. Zunächst möchte ich sagen, dass die Mannschaft mich sehr gut aufgenommen hat. Mir fehlte aber die Vorbereitung mit dem Kader. In Ibbenbüren zeigte sich das darin, dass wir nach 30 Minuten mit 0:2 zurücklagen.

Wie beurteilen Sie den Leistungsstand des Kaders?

Köhler: In der Vorwärtsbewegung sehe ich uns sehr positiv. Wir müssten in jedem Spiel für Treffer gut sein. Was mir Kopfschmerzen bereitet, ist die Abwehr.

Daher planen Sie um...Köhler: Zwei Leute aus der alten Viererkette sind nicht mehr dabei. Die Mannschaft und ich bevorzugen daher die Rückkehr zum Libero. So haben wir hinten Sicherheit. Dann können wir vielleicht nach der Winterpause die Kette wieder einführen. Wir haben das Potenzial, um oben mitzuspielen.

Was erwarten Sie von Ihrer Heimpremiere?Köhler:  Dieses Spiel ist enorm wichtig. Wir wollen unserem Ruf als Pokalmannschaft gerecht werden. In den vergangenen Jahren waren wir immer wieder Favoritenschreck.

Sie kennen sich bestens aus...Köhler: Ich wollte etwas Neues machen. Ohne Vorbereitung geht das nicht.

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