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Brünninghausen beantragt Regionalliga-Lizenz

Friers: Belohnung für hervorragende Arbeit des Teams

Dortmund Der Vorstand des Oberliga-Vierten FC Brünninghausen fällt die Entscheidung für die Regionalliga quasi im letzten Moment und folgt damit dem Lokalrivalen ASC 09. Doch es geht längst nicht nur um die sportliche Qualifikation.

Friers: Belohnung für hervorragende Arbeit des Teams

Könnten künftig auch in der Regionalliga jubeln: Arif Et, Florian Gondrum und Adil Emoueden.  Foto: Nils Foltynowicz

Sie haben es sich nicht leicht gemacht, sagt Klaus-Dieter Friers, Geschäftsführer Sport beim FCB, zum Ende der Abgabefrist am Dienstag. „Dass wir uns jetzt dazu entschieden haben, die Unterlagen beim WFLV einzureichen, ist vor allem als Belohnung für die hervorragende Arbeit zu verstehen, die Alen Terzic mit seiner Mannschaft leistet.“ Dabei spielte offenbar auch die Euphorie, die sich nach dem 2:1-Erfolg am Montag in Lippstadt in der Kabine breit gemacht hatte, eine nicht unerhebliche Rolle.

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Natürlich sei allen klar, dass es ein langer und beschwerlicher Weg ist, „aber sollte es am Ende tatsächlich die Möglichkeit zur sportlichen Qualifikation geben, wollen wir uns nicht vorwerfen lassen, im Vorfeld untätig geblieben zu sein“. Als aktueller Tabellenvierter sei Brünninghausen im Rennen um die Aufstiegsplätze nach wie vor Außenseiter. „Andererseits wissen wir, was alles im Fußball passieren kann“, erinnert Friers an die Saison 2015/16. Damals hatten die Blau-Weißen mit einem sensationellen Endspurt und sieben Siegen in Serie den Sprung in die Oberliga geschafft.

Thema Auflagen

Jetzt wartet der Verein auf die Reaktion aus Duisburg. „Der WFLV wird uns mitteilen, welche Auflagen wir zur Lizenzerteilung erfüllen müssen“, beschreibt Klaus-Dieter Friers den nächsten Schritt. Dabei gehe es vor allem um die Stadionfrage und die Bereiche Organisation und Sicherheit. Ein eigener Bereich für Gäste-Fans wird dabei ebenso ein Thema sein wie ein zweiter Zugang zur Sportanlage. Zudem muss sich auch der FC Brünninghausen auf die Suche nach einem Ausweich-Stadion begeben. „Um diese Dinge konkret zu klären“, so Friers, „haben wir aber noch einige Wochen Zeit.“

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Alen Terzic trägt den Vorstandsbeschluss komplett mit. „Für meine Entscheidung, über diese Saison hinaus weiterzumachen, war es nicht ausschlaggebend, ob der Verein die Regionalliga-Lizenz beantragt oder nicht“, betont der Trainer, „viel wichtiger war das Gefühl, beim absolut richtigen Klub zu sein. Ich habe hier eine super Mannschaft und genieße und schätze zudem auch die überaus vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand.“

Sportlichen Aufschwung fortsetzen

Wie Friers erklärte, sei indes nicht daran gedacht, die Mannschaft nun in großem Stile zu verstärken: „Wir machen unsere Arbeit so wie bisher und sind darum bemüht, einen Kader zusammenzustellen, der in der Lage sein wird, den sportlichen Aufschwung fortzusetzen.“

In dieses Konzept passt auch Niklas Orlowski: Der 22-Jährige Defensivspezialist kommt vom Hombrucher SV und ist nach Sebastian Lötters (FC Iserlohn), Hendrik Brauer (SV Lippstadt) und Patrick Sacher (SV Brackel 06) der vierte externe Neuzugang für die kommende Saison. Da auch Maximilian Borchmann als spielender Co-Trainer und Kerim Acil verlängert haben, sind 13 Positionen im zukünftigen Aufgebot fest vergeben.

ASC bastelt am Kader

Auch der ASC 09, der seine Spitzenposition am Montag mit dem 3:1-Erfolg im Top-Duell gegen Haltern untermauerte, hat wie angekündigt die Lizenzierungsunterlagen auf den Weg geschickt. „Wir haben intern nochmals darüber debattiert, ob wir es wirklich machen“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Michael Linke, „aber nach dem Sieg in Paderborn haben wir uns endgültig gesagt, wir ziehen das jetzt komplett durch.“

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Gespannt warte man nun auf die Reaktion des Verbandes. „Es wird einen Termin geben, bei dem es ausschließlich um Sicherheitsfragen geht“, weiß Linke bereits. Als Ausweich-Stadion für Risiko-Spiele habe der Klub die Rote Erde und das Hagener Ischelandstadion ins Auge gefasst – wobei ihm in Hagen der TuS Haltern zuvor gekommen sei. „Auch hier heißt es für uns jetzt erstmal, abzuwarten“, so Aplerbecks Fußball-Chef.

Keine „großen Sprünge“

Im personellen Bereich verfahren die Aplerbecker ähnlich wie der FC Brünninghausen. „Was die Kader-Besetzung betrifft, müssen wir noch etwas tun“, so Michael Linke gestern. Fünf Plätze im Aufgebot von Trainer Adrian Alipour seien noch zu besetzen. „Große Sprünge“, merkt Linke an, „werden wir aber nicht machen. Wir suchen Spieler, die uns sportlich helfen, aber auch in unser finanzielles Anforderungsprofil passen.

Diese Teams haben die Lizenz beantragt

Folgende Teams haben neben dem ASC und Brünninghausen ebenfalls die Regionalliga-Lizenz beantragt: TuS Haltern (3. Tabellenplatz), 1. FC Kaan-Marienborn (2.), Westfalia Herne (5.), SV Lippstadt (9.), Schalke 04 U23 (6.), Hammer SpVg (8.), Eintracht Rheine (7.), TSG Sprockhövel (10.)

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