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In der Loipe hegen Ruder-Recken Olympia-Träume

DORTMUND Bis zum 10. Januar können Sie bei der Sportlerwahl abstimmen. Heute stellen wir Ihnen den Mannschafts-Kandidaten "Deutschland-Achter" näher vor.

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In der Loipe hegen Ruder-Recken Olympia-Träume

<p>Nur Steuermann Peter Thiede hat bei Dieter Grahn seinen Rollsitz sicher. Imago</p>

Die Seen rund um das schneebedeckte St. Moritz sind vereist. Bei Temperaturen bis zu 20 Grad minus und strahlendem Sonnenschein laufen sich die Ruderer auf Skiern warm für den Endspurt Richtung Peking. Insgesamt 18 Olympiatickets hat Bundestrainer Dieter Grahn noch zu vergeben.

Ein Platz ist eigentlich erst sicher, der von Steuermann Peter Thiede. Der 39-Jährige vom Ruderclub Hansa ist auch gar nicht mitgefahren ins 2000 m hoch gelegene "Moritz". Dafür aber über 20 Athleten, die um die Rollsitze in den Olympiabooten Achter, Vierer und Zweier buhlen und zwei Wochen lang auf zwei Brettern Kondition in dünner Höhenluft bolzen. Nur Ulf Siemes, der gerade an seiner Diplomarbeit feilt, und Jan Tebrügge sind ebenfalls daheim in Dortmund geblieben.

Nicht eingefroren

Die anderen gehen täglich in die Loipe. Je nach technischem Vermögen und bei zwei Tageseinheiten absolvieren sie bis zu 60 km im Schnee. "Wir sind noch nicht eingefroren oder gar eingerostet", sagte Bundestrainer Dieter Grahn. Ganz im Gegenteil, gerade die "neuen" Skifahrer aus der Gruppe sind vor Ehrgeiz und Einsatzwillen kaum zu stoppen. "Es sind keine gelernten Skifahrer, sondern gelernte Ruderer. Aber sie laufen bei hoher Herzfrequenz. Wir müssen schon aufpassen, dass sie sich nicht übernehmen." Als Alternative wurden Ruderergometer mitgenommen.

Für Dieter Grahn hat mit dem Silvester-Feuerwerk sein letztes Jahr als Bundestrainer begonnenm nach Olympia beendet er aus Altersgründen seine Trainerkarriere. In St. Moritz steigt der 63-Jährige selbst auf die Bretter, lebt vor, was er von den Sportlern verlangt: "Man muss an sich glauben und hart an sich arbeiten, wenn man Erfolg haben will."

Peking haben sie alle fest im Blick. Grahn: "Mit dem Achter wollen wir eine Medaille holen. Das ist unser festes Ziel." Zum letzten Mal olympisches Edelmetall gab's 1996 in Atlanta (Silber), mit dabei war von der heutigen Mannschaft nur Peter Thiede. Der letzte Olympiasieg liegt gar 20 Jahre zurück (1988 in Seoul). Dieter Grahn versprüht Optimismus: "Jetzt haben wir mit dem Achter eine gute Ausgangsposition: Wir waren 2006 Weltmeister, sind aktuell Vize-Weltmeister und wollen eine Olympia-Medaille."

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