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Judoka wählen Kerstin Räther

DORTMUND Eine besondere Auszeichnung erhielt Judo-Trainerin Kerstin Räther: Sie wurde vom Deutschen Judobund (DJB) für ihr soziales Gewissen zur Trainerin des Jahres gewählt. In der Jury saßen u. a. Olympiasieger Udo Quellmalz, die Olympia-Dritte Annett Böhm sowie der Ehrenbundestrainer des DJB Han Ho San.

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Judoka wählen Kerstin Räther

Judo-Trainerin des Jahres: Kerstin Räther

Räther, Trägerin des 2. Dans, wurde für diesen Titel von ihrem Mann Frank vorgeschlagen, der wie seine Frau im 1. JJJC Dortmund Judokurse anbietet.

An Scherz geglaubt

DJB-Vizepräsident Lutz Pietsch rief die 42-Jährige am vergangenen Samstag an, um ihr die freudige Nachricht zu übermitteln. „Ich wollte eigentlich auflegen, weil ich an einen Scherz geglaubt habe“, berichtet die Titelträgerin, die von ihrem Mann nicht informiert worden war. Die Auszeichnung durfte Räther während der Endkämpfe um die Deutsche Meisterschaft am Sonntag in Fulda entgegennehmen.

 „Ich stand da und bekam einen roten Kopf“, erinnert sie sich an die Ehrung. Sie selbst macht aus ihrem Engagement für ihre Judokinder im JJJC kein großes Aufheben. „Das hat sich einfach so entwickelt“, sagt sie. Sie wolle einfach für die Kinder da sein. Diese können ihre Trainerin bei Kummer und Sorgen jederzeit anrufen. „Das fängt schon bei Stress mit den Eltern an. Ich habe sogar Kinder, die sich ritzen, denen ich versuche zu helfen“, berichtet Räther aus ihrem Judoalltag.

Defizite in der Kinder-Motorik

Für Räther sei die Zeit manchmal nicht so einfach, denn das Sozialverhalten der Kinder sei in den letzten Jahren schlechter geworden. Sie habe auch registriert, dass die Kinder außerdem in ihrer Motorik vermehrt Defizite aufweisen. Dieser Entwicklung will die zweifacher Mutter entgegensteuern und Vertrauen bei den vier- bis zwölfjährigen Judoka aufbauen – bei zwei Stunden Training sei das aber nicht so einfach. „Im Trainingslager oder auf Fahrten erfährt man aber einiges“, sagt Räther.

Für den Schulsport sei das Judo-Training recht förderlich, weil die Kinder in dieser Zeit nicht vor dem Fernsehen oder Computer sitzen würden. „Ich bin schon von Lehrern angesprochen worden, dass die Kinder im Schulsport besser geworden wären“, sagt sie. Dabei klingt kein übertriebener Stolz auf ihre erbrachte Leistung durch, sondern für sie ist das „selbstverständlich“.

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