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Kein Schnee von gestern

„Das Skifahren war zu jener Zeit noch primitiv und man musste mit Fellen unter den Skiern aufsteigen, da noch keine Skilifte existierten“, erinnert Werner Hugo, 1. Vorsitzende des Ski-Klubs Dortmund, an die Anfangszeit des Vereins.

Kein Schnee von gestern

100 Jahre Ski-Klub Dortmund

Bereits sein hundertjähriges Bestehen kann der Verein am heutigen Samstag im Hilton Hotel mit zahlreichen Gästen feiern. Der Verein, der abseits der großen Skisportgebiete beheimatet ist, ist der zweitälteste Skiclub Deutschlands. Am 23. Februar 1907 wurde im sauerländischen Winterberg der Ski-Klub Sauerland gegründet, an dessen Gründungsveranstaltung auch Dortmunder Sportler teilnahmen. Diese riefen kurze Zeit später den Ski-Klub Dortmund ins Leben – zeitgleich mit der Konstituierung des Westdeutschen Skiverbandes.

Erste Erfolge

Erste kleinere Erfolge stellten sich nach dem 1. Weltkrieg ein, eine erste Blütezeit folgte in den 30-er Jahren, als Heiner Rinke und Werner Schürmann im Langlauf an den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen teilnahmen. 1938 konnte zudem die 4x10-Kilometer-Staffel sensationell die Westdeutsche Staffelmeisterschaft gewinnen.

Aufleben nach dem Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg verbot die Militärregierung, Vereine zu gründen. Doch konnten Kurt Werner, Hermann Gehlhaar und Heinz-Werner Doert sehr schnell den Ski-Klub wieder aufleben lassen. Schwierig gestalteten sich die Touren ins Sauerland. „Wir sind mit gepackten Bündeln und Lebensmittelkarten losgefahren“, sagt Hugo. Die An- und Abfahrten seien besonders problematisch gewesen. Anfang der 50-er Jahre war der Verein wieder erfolgreich in der Spur. Unter Sportwart Werner Härtel konnte Günter Erben in der Nordischen Kombination die Westdeutsche Meisterschaft gewinnen. Auch die Staffel sei in dieser Disziplin erfolgreich gewesen, berichtet Hugo.

Viele Meistertitel

Im alpinen Skisport konnten Bärbel und Sepp Pichler sowie Heidi Rinke im nachfolgenden Jahrzehnt viele Meistertitel im alpinen Skisport auf Verbandsebene erobern. Auf Bundesebene machte Andrea Pichler, die ebenfalls viele Westdeutsche Meistertitel gewinnen konnte, auf sich aufmerksam. Aufgrund ihrer Leistung im alpinen Skisport wurde sie in den 70-er Jahren in die B-Nationalmannschaft berufen.

In den 90-er Jahren übernahm Michael Manthey als Sportwart und Trainer das Zepter im Ski-Klub. Unter ihm konnte die Liste der gewonnen Titel verlängert werden.

Kooperation

„In seiner Glanzzeit nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Verein 600 Mitglieder“, erinnert Hugo. Heute habe der Verein nur noch 250 Mitglieder. Er sei daher bemüht, Nachwuchs zu finden. Viele Mitglieder seien inzwischen über 70 Jahre alt. Der Ski-Klub möchte das Angebot erweitern und hat bereits Snowboard- und Carvingkurse im Programm. „Wir werden möglicherweise mit einem anderen Klub eine Kooperation eingehen, um für die Zukunft besser aufgestellt zu sein“, blickt der 1. Vorsitzende kurz vor der Jubiläumsfeier zuversichtlich voraus.

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