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Neue „achte Männer“

DORMTUND Die Aufregung ist fast greifbar. 32 Nachwuchshandballer und -handballerinnen der DJK Saxonia Dortmund fiebern einem besonderen Training entgegen. Verständlich – denn wann hat man schon mal die Möglichkeit, mit einem Nationalspieler zu trainieren?

Neue „achte Männer“

Die roten Fan-Trikots, die Stephan Krebietke (weißes Hemd) im Gepäck hatte, fanden beim Saxonia-Nachwuchs natürlich reißenden Absatz.

Und dann ist er da. Pünktlich um 18 Uhr betritt Stephan Krebietke die Sporthalle in Brackel. So wie man ihn kennt – im Trikot, mit Wuschelfrisur und Bärtchen.

Und man merkt sofort: Der Mann fühlt sich in Sporthallen wohl. Kurze Begrüßung, schon geht‘s los. „Der Spaß soll natürlich im Vordergrund stehen, aber ein bisschen Taktik darf schon auch sein“, sagt der 32-malige Nationalspieler mit tiefem Bass. Aufgeteilt in Mädchen und Jungen beginnt das Training. Die Mädchen sind zuerst dran. Die Jungen müssen sich auf der Tribüne gedulden. Dominik (13) und sein Freund und Teamkamerad in der C-Jugend Laurenz (13) haben klare Vorstellungen, was sie vom heutigen Trainer erwarten: „Wir wollen Tricks und Taktik lernen!“

Mädchen gegen Jungs

Dass Handball der beste Sport der Welt ist und dass alle Profis werden wollen, versteht sich von selbst. Einen Wunsch haben sie auch noch: „Wir wollen am Ende Mädchen gegen Jungs spielen“.

Derweil sind die Mädchen schon voll in Aktion. Mit viel Enthusiasmus werden die Übungsformen, die Krebietke mitgebracht hat, ausgeführt. Und auch wenn nicht immer alles klappt – der Spaß war ist ihnen anzusehen. Keine Frage, der blonde ehemalige National-Außen kommt bei den Kindern gut an, auch wenn nur wenige wissen, wer er genau ist. Während die Mädchen mittlerweile etwas ins Schwitzen kommen, gilt das Interesse der Jungen dem Spielerplakat des TuSEM Essen, aber auch hier entdecken sie nur wenige bekannte Gesichter. Noch nicht – wenn es nach Stephan Krebietke geht. Der klangvolle Name des Traditionsklubs soll auch jungen Handball-Fans wieder ein Begriff werden.

"Zwei gegen Eins"

Jetzt sind die Jungs an der Reihe, und auch sie gehen begeistert auf Torejagd. Das Highlight dann zum Schluss – einmal einen waschechten Profi im „Zwei gegen Eins“ alt aussehen lassen, jeder Treffer löst großen Jubel bei den Wartenden aus. Für ein Trainingsspielchen reicht die Zeit zwar nicht, aber Stephan Krebietke hat noch etwas auf Lager, das alle Kinder lieben – Geschenke. Jeder Teilnehmer und Trainer erhält ein T-Shirt mit der Nummer 8, „die wird bei uns nicht mehr vergeben. Das ist die Nummer der Fans, die sind unser achter Mann“, erklärt er. Nachdem dann auch wirklich jeder sein Souvenir hat, ist der Schlachtruf klar: „TuSEM, TuSEM“, schallt es durch die Halle. Die nächste Möglichkeit die Sympathie zu festigen, folgt bereits beim nächsten Heimspiel der Essener gegen die HSG Wetzlar. Oder spätestens beim Vergleich mit Nordhorn, denn dann wird die komplette Saxonia-Jugend den TuSEM kräftig anfeuern.

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