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TuS Eving-Lindenhorst

Rios-Team hält dagegen

DORTMUND Wenn Emotionen einziger Maßstab wären, um ein Topspiel zu bewerten, hätte der Vergleich zwischen TuS Eving-Lindenhorst und SpVg. Erkenschwick sogar noch den Zusatz „absolut“ verdient. Den Höhepunkt der Partie feierte Christian Werner mit seinem 1:1 für die Evinger in der dritten Minute der Nachspielzeit.

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Der TuS verbessert sich dank dieses völlig verdienten Unentschiedens auf den fünften Rang. Trainer Daniel Rios fand in der Spannung geladenen Atmosphäre schnell einen sachlichen Ton: „Zu einem Spitzenspiel gehört Aggressivität. Und es blieb ja auch alles im Rahmen.“ Warum aber Bastian Erzen nach dem 1:1 Rot sah, wusste keiner so Recht. „Er soll sich dem Gegner gegenüber unsportlich verhalten haben“, ließ sich Rios erzählen.

Unterm Strich bleibt eine Leistung besonders im zweiten Durchgang, die aller Ehren wert war. Vor der Pause beharkten sich beide Seite, ohne mehr als die einzige echte Erkenschwicker Chance durch Stefan Oerterer, die Sascha Piontek stark mit den Fuß vereitelte, rauszuholen (43.). „Wir hätten mehr investieren müssen, hatten ja kaum eine Torchance“, nahm Rios sein Team in die Pflicht. Die Worte wirkten, denn jetzt entwickelte Eving gegen einen kämpferischen Gegner auch den Zug zum Tor. Es zeichnete den TuS aus, dass er sich durch die Gangart der Gäste nicht beeindrucken ließ und gegenhielt. Und dazu kamen jetzt noch klare Aktionen. Florian Gondrum setzte sich gleich gut in Szene, scheiterte aber am Gästetorwart Marcel Müller (51.).

Dann brachte das Evinger Mittelfeld mit präzisen Pässen in die Tiefe zunächst Bastian Erzen (56.) und dann Christian Werner (59.) in gute Schussposition. Das 1:0 lag in der Luft. Das aber wollte Erkenschwick in einer auch von harten Zweikämpfen geprägten zweiten Hälfte nicht auf sich sitzen lassen. Oerterers ersten Versuch wehrte Piontek noch ab (79.), den zweiten ebenfalls, nur kam dann Thorben Menne mit dem Kopf an den Ball und brachte den Tabellenzweiten in Front (81.). Der TuS steckte nicht auf, versuchte es mit langen Bällen. Erst eine Ecke von Dimitrios Kalpakidis aber leitete das Tor ein. Der Ball kam zu Werner, dieser schloss überlegt ab (90.+3). Die gesamte Mannschaft jubelte mit ihren Fans, die diesmal gegen die Erkenschwicker in der Unterzahl waren.

Der Gästeanhang fokussierte seine Emotionen nur noch auf Schiedsrichter Philip Dräger aus Bielefeld. Der aber hatte in der hitzigen Atmosphäre zumeist kühlen Kopf bewahrt. Den Evingern war dies egal. „Wir hatten die besseren Chancen, daher ist das Ergebnis nur gerecht“, schloss Rios. Diese Evinger Vorstellung deutete an, dass der TuS in mehrerer Hinsicht das Zeug dazu hat, sich oben festzusetzen.  

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