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„Sofort um den Titel mitspielen"

Die angedachte Installation eines Frauen-Basketball-Bundesliga-Teams mit dem Namen „Basketball Club Panthers Dortmund e. V.“ sorgt für Diskussionsstoff. Volker Ohm hat sich mit Jan Siwy unterhalten, federführend bei der Umsetzung des Projektes.

„Sofort um den Titel mitspielen"

Ehrgeizig: Jan Siwy.

Herr Siwy, wie lange lag der Plan, ein Frauen-Basketball-Bundesliga-Team im Ruhrgebiet zu installieren, schon in ihrer Schublade? Siwy: Das Projekt ist seit 1994 im Gespräch, ausgelöst vom Trainer des 400 Talente starken Moskauer Basketball-Internats, der gar nicht wusste, wo und wie er seine vielen Talenten unterbringen könnte, und ob es nicht die Möglichkeit eines Teams im deutschen Bundesliga-Bereich gäbe. Als zuletzt die BG Dorsten ihre Erstliga-Lizenz zurück gab, sah ich eine Chance.

Warum haben Sie sich gerade für Dortmund entschieden? Siwy: Dortmund ist bekannt als eine Sportstadt, liegt zudem im Revier mit einem großen Einzugsgebiet.

Wie ist das Projekt zeitlich anlegt? Siwy: Wir haben uns gegenüber dem Verband und der Frauen-Liga, die uns per ,Wild Card‘ die Dorstener Lizenz übertrug, für wenigstens drei Jahre verpflichtet.

Wie sieht ihr Etat für die erste Liga aus? Siwy: Wir verfügen über einen Etat, der im sechsstelligen Euro-Bereich pro Saison liegt. Der wird hauptsächlich von den Sponsoren getragen. Dazu kommt mit TV Polonia ein Fernsehsender, der Live-Übertragungen oder zeitversetzte Aufzeichnungen ausstrahlen will, abhängig von unseren genauen Spielterminen.

Wie sehen die sportlichen Ziele im ersten Erstliga-Jahr aus? Siwy: Da müssen wir nicht lange drum herum reden, wir wollen und können von Beginn an um die Deutsche Meisterschaft mitspielen. Die Sponsoren haben auch kein Interesse an Mittelfeld-Basketball oder Kampf um den Klassenerhalt.

Wie wird die Mannschaft aussehen? Siwy: Wir besitzen Vorverträge mit drei Spielerinnen aus Polen, zwei Russinnen und zwei Kubanerinnen, die allesamt für ihre jeweiligen Nationalmannschaften spielen. Sobald wir hier in Dortmund das o.k. haben, wechseln sie zu den Panthern. Dazu sollen drei, vier junge deutsche Spielerinnen mit Perspektive kommen.

Kommen im ersten Jahr bereits auch Auftritte im internationalen Geschäft in Frage? Siwy: Wir haben die Erstliga-Lizenz der BG Dorsten erhalten, und sollten uns Verband bzw. Liga auch deren Europapokal-Startplatz überlassen, dann werden wir das gerne annehmen.

Wie wollen Sie mit einem praktisch aus der Retorte entstandenen Verein für Identifikation in Dortmund sorgen? Siwy: Es wäre schön, wenn die eine oder andere der deutschen Spielerinnen aus der Umgebung käme. Wir werden dem ambitionierten ASC 09 Dortmund aber keine Spielerinnen abwerben. Dazu sind wir zu jeder Kooperation mit Dortmunder Vereinen bereit und wollen unsere Heimspiele als Event mit Rahmenprogramm aufbauen.

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