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Training. Essen. Schlafen

DORTMUND Heute kommt Sonja Schöber, Dortmunds erfolgreichste Schwimmerin, aus dem Höhentrainingslager in der spanischen Sierra Nevada zurück. Über 200 km Wasserarbeit in 2300 m Höhe in 23 Tagen liegen hinter der Athletin der SG Dortmund, wie sie in den „Fünf Fragen" verrät.

Training. Essen. Schlafen

Sonja Schöber in ihrem Element.

Hallo Sonja, wie bekommt Ihnen die dünne Höhenluft? Sonja Schöber: Ich spreche sehr gut darauf an, alle persönlichen Bestzeiten habe ich nach Höhentrainingslagern erzielt. Zwar ist das Training durch den Sauerstoffmangel erheblich härter und macht jedem Sportler in den ersten Tagen sehr zu schaffen. Aber dafür wird uns zu Hause das Schwimmen viel leichter fallen, man wird schnell von dem bis zu 32 Tagen anhaltenden Höheneffekt profitieren.

Wie ist denn Ihr Wettkampfprogramm in der nahen Zukunft? Schöber: Es geht sofort wieder rund, am Wochenende stehen die NRW-Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal auf dem Programm, und ich bin gespannt, was ich vor allem über die 100 m Brust und 100 m Lagen zeigen kann. Von Ende Oktober bis Mitte Dezember ist jedes Wochenende mit einem Wettkampf ausgefüllt. Höhepunkt sind dann die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften von 23. bis 25. November in Essen. Da möchte ich mich für die EM in Ungarn im Dezember qualifizieren.

Wie sah in der Sierra Nevada in den letzten drei Wochen ihr Trainingsalltag aus? Schöber: Da ich bereits das neunte Mal hier in der Einöde der Bergwelt bin, ist die Umgebung vertraut. Die Bedingungen hier oben sind optimal, sowohl im Schwimmbad als auch im Kraftraum, auch sportgerechtes Essen ist ausreichend vorhanden. Der Alltag besteht aus Training (sechs bis sieben Stunden täglich, davon vier bis fünf im Wasser), Essen und Schlafen. Die kurzen Freizeiten sind mit DVD gucken oder kleinen Ausflügen ins 35 km entfernte Granada ausgefüllt. Hier scheint zwar häufig die Sonne, aber meistens ist man viel zu kaputt, sich länger draußen aufzuhalten.

Wie groß ist Ihre Trainingsgruppe? Schöber: Neben mir sind noch fünf weitere Schwimmer der SG Dortmund sowie zwei weitere Aktive unter der Leitung unseres SG-Trainers Dr. Volker Höltke vor Ort. Hinzu kommen viele Schwimmer anderer Nationen, die die Höhe ebenfalls für ihre Olympiavorbereitung nutzen, zum Beispiel spanische und polnische Nationalmannschafts-Schwimmer oder der aktuelle Weltmeister über 100 m Freistil, der Italiener Filippo Magnini. Es ist auch für uns interessant, uns mit ihnen auszutauschen und Einblicke in andere Trainingsmethoden zu nehmen.

Was erwarten Sie von sich nach den harten Tagen in der Sierra Nevada? Schöber: Aufgrund der guten Erfahrungen, die mein Trainer und ich mit diesen Höhentrainingslagern gemacht haben und wenn nicht wieder eine Krankheit wie bei der Universiade in Bangkok dazwischen kommt oder mir wieder ein Startblock auf den Fuß fällt – ist alles schon vorgekommen –, bin ich zuversichtlich, dass die vielen Kilometer und die investierte Zeit gelohnt haben und ich in den kommenden Monaten davon profitieren kann.   Interview: Petra Nachtigäller

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