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Sonja Ziegler geht ihren Weg

Z wie zielstrebig

DORTMUND Das Rudern liegt irgendwie in der Familie. Der Papa hat´s gemacht, die ältere Schwester auch. Sonja Ziegler aber musste 15 Jahre alt werden, bis sie die Leidenschaft packte. Jetzt wartet die WM in München.

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Sonja Ziegler ist eine Spätberufene an den Riemen, dennoch steuert sie bereits jetzt, nur gut sechs Jahre später, ihrem bisherigen Karriere-Höhepunkt entgegen. Die Dortmunderin gehört zum deutschen Frauenachter, der bei der Weltmeisterschaft in München in der kommenden Woche um Gold mitrudern will.Ziegler ist eine von zwei Ersatzfrauen, die Bundestrainer Ralf Holtmeyer nominiert hat. Für die 21-Jährige ist das „eine tolle Sache“, obwohl ihre Einsatzchancen sehr gering sind. „Ich hoffe sogar, dass ich nicht rudern muss“, sagt die Hansa-Ruderin. „Denn das hieße ja, dass sich jemand verletzt hat.“

Die Chemie stimmt

Das gönnt man keiner Teamkollegin, schon gar nicht, wenn die Chemie stimmt. So wie im deutschen Achter. Die erste große internationale Bewährungsprobe im Erwachsenen-Bereich wird, da ist sich Sonja sicher, für sie auch so zu einem besonderen Erlebnis.Nach dem ersten Mal hatte Sonja Ziegler schnell Feuer gefangen. Und ihr Aufstieg verlief rasant. Als Juniorin nahm sie zweimal an der WM teil, schon mit 19 schaffte sie den Sprung in den U23-Bereich. Jüngst kürte sie sich mit dem U23-Achter zur Vize-Weltmeisterin.Pause 2006Der erfolgreiche Weg schien vorbestimmt, und doch legte die Medizin-Studentin 2006 eine Trainings- und Wettkampfpause ein. „Ich wollte mich aufs Studium konzentrieren.“

Kinderärztin will sie mal werden. Aktuell kommt das Studium mal wieder zu kurz („Wir trainieren quasi ständig“), aber Sonja Ziegler will trotz sportlicher Ambitionen und Chancen ihren Weg geradeaus weitergehen, denn: „Mit Rudern kann man ja nicht reich werden.“Für ein Ziel aber wird sie ihre beruflichen Pläne zurückstellen. „Olympia“, sagt Sonja Ziegler, „ist ein Traum für jeden Sportler.“ Ihre Perspektiven sind glänzend, Bundestrainer Ralf Holtmeyer nennt sie schon jetzt eine der „wichtigsten Ruderinnen im Team.“ Noch ist mit Katrin Reinert „nur“ die Ersatzfrau. Schon im kommenden Jahr soll sich das ändern.

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