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Handball-Landesliga

Ein Derby (nicht) zum Genießen

Schwerte Dass die Gefühlslagen nach einem so deutlichen Verlauf der Partie denkbar unterschiedlich sind, liegt auf der Hand. Wir haben nach dem 27:17-Sieg der HVE Villigst-Ergste gegen die HSG Schwerte/Westhofen mit den Trainern gesprochen.

Ein Derby (nicht) zum Genießen

Tim Schröter (HSG Schwerte/Westhofen) setzt hier zum Sprungwurf an, beobachtet von seinen Mitspielern Tim Decker und Tim Schlütz (v.li.). Die HVE-Abwehrspieler Robert Stelzer und Fabian Bleigel versuchen zu blocken. Foto: Manuela Schwerte

Der Trainer des Siegers brachte es am Montagmittag auf den Punkt: „Volle Halle, gute Stimmung und ein Spielverlauf, mit dem wir sehr zufrieden sind – alles prima“, meinte HVE-Trainer Dirk Mimberg nach dem unerwartet deutlichen 27:17-Derbysieg, den die Villigst-Ergster zunächst noch in der Halle und später in der „Keule“ ausgelassen gefeiert haben.

Für Mimberg persönlich kam noch eine „Nachspielzeit“ hinzu, die der scheidende Coach sehr genossen hat. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn die ganze Tribüne für dich aufsteht – ein sehr schönes Gefühl“, berichtete Mimberg über sein Empfinden bei der Abschiedszeremonie, die die Mannschaft für ihren scheidenden Trainer parat hatte. Gerechnet hatte er damit am Samstag noch nicht, denn noch ist Mimbergs zwölfjährige Trainertätigkeit für die HVE ja nicht zu Ende. Das Kreispokalfinale am Mittwoch gegen den TV Halingen und das letzte Saisonspiel beim TV Arnsberg am kommenden Samstag stehen noch vor der Tür. Insofern war die Verabschiedung fast schon ein bisschen voreilig – genossen hat Dirk Mimberg sie trotzdem.

Genießen konnte Mimbergs HSG-Trainerkollege Mischa Quass den Verlauf des Derbys dagegen nicht. Aber überwiegt mit ein bisschen Abstand bei Quass dann nicht doch die Zufriedenheit darüber, nicht mehr absteigen zu können, gegenüber dem Ärger über die schwache Leistung im Derby? Quass ist zwiegespalten: „Das Hauptziel bei meinem Amtsantritt war, in der Liga zu bleiben. Dieses Ziel haben wir einen Spieltag vor Saisonschluss erreicht. Aber mal ganz unabhängig vom Derbycharakter des Spiels: Wir verlieren nach der Halbzeit komplett den Faden, spielen dem Gegner in die Karten und lassen uns so abkochen – das ärgert mich maßlos“, so Quass.

Letztlich hat er sich dann aber offenbar doch für eine positive Betrachtungsweise entschieden: „Am Ende lautet das Fazit, dass wir drin geblieben sind und dass wir jetzt Planungssicherheit haben. Jetzt wollen wir im letzten Saisonspiel gegen Bösperde einen positiven Abschluss hinkriegen – und dann liegt in der Vorbereitung auf die neue Saison viel Arbeit vor uns“, weiß der HSG-Coach.

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