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Ein Punkt für den Kopf

Fußball-Bezirksliga: TuS Wüllen

Oftmals agierte Wüllen gegen die Topteams der Bezirksliga auf Augenhöhe, aber erfolglos. Gegen Deuten belohnte sich der TuS nun endlich einmal.

Wüllen

, 08.04.2018
Ein Punkt für den Kopf

Der TuS Wüllen hat sich gegen ein Spitzenteam der Bezirksliga 11 mutig und aktiv gezeigt. Nach dem Rückstand standen Christian Theuring (l.) und Mitspieler wieder auf erkämpften und erspielten sich den verdienten Ausgleich. Foto. Michael Schley

Es lief die 52. Spielminute, als Wüllens Spielertrainer Rainer Hackenfort das Signal an die Auswechselbank geben musste, dass es bei ihm nicht weitergeht. Die Leistenverletzung war wieder aufgebrochen. Er warf den jungen Christopher Behrendt in die Partie – und sollte damit das goldene Händchen beweisen: Zwölf Minuten vor dem Spielende traf dieser zum 1:1-Ausgleich gegen RW Deuten. Gleichzeitig der Endstand. Ein über 90 Minuten verdienter Punkt.

Die ersten Minuten der Partie gegen den Tabellenvierten gehörten eindeutig den Gastgebern. Einige Male beschwor der Bezirksliga-Sechste Gefahr herauf – unter anderem ließ sich Hackenfort selbst im Eins-gegen-Eins gegen Torhüter Timo Ridderbusch zu weit vom Tor abdrängen und verzog knapp (8.). Die Gäste taten sich schwer, lauerten auf dem unebenen Boden auf Fehler im Abspiel. Es war latent stets Gefahr spürbar, so richtig Kapital konnte Deuten aus den Balleroberungen nicht schlagen.

So musste ein heller Moment von Torjäger Kieron Ihnen herhalten, um in Führung zu gehen. Auf der linken Bahn freigespielt, ließ sich der Mittelstürmer nicht mehr aufhalten und versenkte die Kugel eiskalt aus 23 Metern im rechten unteren Eck (25.). Dieser erste echte Torschuss hinterließ Wirkung.

„Da fängt nach diesem guten Start der Kopf an zu rotieren, Erinnerungen an Hüls werden wach. Deshalb haben wir die Pause gebraucht, in der wir uns noch mal neu eingeschworen haben“, sah Hackenfort zweite 45 Minuten, in denen Deuten immer mehr die Kontrolle abgab, zu passiv wurde und Wüllen immer aktiver.

Neuen Mut gefasst

Angetrieben von den Routiniers wie Moritz Uppenkamp und Alexander Edel stieg das Vertrauen in die eigene Stärke von Minute zu Minute. Einige Mal spielte sich Wüllen nun bis zur Grundlinie durch, die Eingaben wurden allerdings meist geblockt. Bis zur 78. Minute: Edel steckte den Ball auf Luca Böwing durch, der den Ball scharf hereinbrachte, sodass Behrendt mit Wucht in diese laufen konnte: 1:1. In die Schockstarre beim Gegner hinein tauchte nur eine Minute später Böwing allein vor Torhüter Ridderbusch auf, fand in diesen aber seinen Meister (79.). Das Remis stand in der Folge nicht mehr zur Diskussion. „Da hat sich die Mannschaft richtig gut hineingebissen. Endlich haben wir gegen eines der ersten vier Teams nicht nur auf Augenhöhe mitgespielt, sondern auch Cleverness gezeigt."

TuS Wüllen - RW Deuten 1:1 TuS Wüllen: Mester - P. Theuring, Uppenkamp, Büning, Sicking, Bastron (75. Kortbuß), Gosling, Böwing, Edel, Hackenfort (53. Behrendt), C. Theuring (56. Vortkamp). Tore: 0:1 Ihnen (25.); 1:1 Behrendt (78.). Zuschauer: 105