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Ein flotter Dreier

SCHWERTE Sie sind einmalig. "Ich glaube nicht, dass es das in Deutschland nochmal gibt", sagt Martina Schulte, begleitet vom Kopfnicken ihrer beiden Mitstreiterinnen Marita Kramer-Pape und Katja Denninghaus.

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Ein flotter Dreier

Ein starkes Team: Katja Denninghaus, Martina Kramer-Pape und Martina Schulte (v.li.) schießen seit zehn Jahren für die Schwerter Bogenschützen auf der Deutschen Meisterschaft – wohl einmalig in Deutschland.

Die drei Damen sind Bogenschützinnen, die am kommenden Wochenende im bayrischen Olching ein kleines Jubiläum feiern: Zum zehnten Mal in Serie schießt das Trio als Damenmannschaft für die Bogenschützen Schwerte um die Deutsche Meisterschaft.

Und das durchaus ambitioniert, wie ein Blick auf die Siegerlisten der letzten Jahren belegt. Zwei fünfte, vier vierte und drei dritte Plätze lautet die Schwerter Erfolgsbilanz der letzten neun Jahre, und die Bronzemedaille im letzten Jahr holten sie mit ihrer bisher höchsten Ringzahl von 1690.

Medaille im Bereich des Möglichen

Auch in diesem Jahr scheint eine Medaille im Bereich des Möglichen - trotz einer nicht zu verachtenden Konkurrenz. Aber darf es nicht vielleicht sogar ein bisschen mehr sein zum Zehnjährigen? Ganze neun Ringe fehlten im letzten zur Vizemeisterschaft, und auch diesmal müsse man wohl wieder auf 1700 Ringe kommen, um sich Silber um den Hals hängen lassen zu können, meint Schulte.

Um wieder in solche Dimensionen vorzudringen, muss das Schwerter Trio topfit sein - auch mental. Denn zu einem Großteil ist Bogenschießen eine Kopfsache, darüber besteht Einigkeit bei den Dreien. Spielt der Kopf nicht mit, kann zum Beispiel das Phänomen des so genannten Goldfiebers auftreten. "Sobald man das Gold in der Mitte der Scheibe sieht, geht nix mehr", erklärt Katja Denninghaus, die vor ein paar Jahren mal mit besagtem Goldfieber zu kämpfen hatte und es nur durch ein spezielles Training ohne Zielauflage besiegen konnte.

Bogenschießen ist keine Frage des Alters

Ohne dieses Goldfieber tritt das treffsichere Trio in Bayern an - zum zehntem Mal in Folge. Und sicherlich nicht zum letzten Mal, denn ein Ende des "flotten Dreiers" aus Schwerte ist nicht in Sicht. "Wir haben uns vorgenommen so lange weiterzumachen, bis Katja in der Altersklasse schießen darf", lacht Marita Kramer-Pape. Das wären noch schlappe 13 Jahre, denn Denninghaus ist als Youngster des Trios gerade mal 32 Jahre jung.

Auch wenn es vielleicht uncharmant ist, sei erwähnt, dass Kramer-Pape dann 70 wäre und Schulte 57 - Bogenschießen ist offenbar keine Frage des Alters. Kramers-Papes Ergänzung bestätigt dies: "Aber wenn wir das schaffen, dann machen wir auch noch das Silberjubiläum voll."

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