Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Einbußen könnten schmerzen

Stadtlohn/Kreis Das Damoklesschwert, das über den Sportvereinen in Stadtlohn, Vreden und Südlohn schweben könnte, wähnt Wolfgang Reinert derzeit noch nicht in greifbarer Nähe - aber: "Es könnte zu schmerzhaften Einbußen kommen in den Orten, in denen sich die Sportvereine nicht in einem Dachverband organisiert haben", drückt es der Vize-Präsident des Kreissportbundes ganz vorsichtig aus.

09.03.2008

Einbußen könnten schmerzen

Die Neuformierung des Landessportbundes samt neuer Satzungsregelung hat der Kreissportbund (KSB) Borken veranlasst, seine Satzung dieser Neu-Ausrichtung anzupassen: Einstimmig ist das "Regelwerk" des KSB bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag verabschiedet worden. Der KSB Borken hat in der Beziehung eine Vorreiterrolle eingenommen.

Kern-Aufgaben

Dabei schreibt die neue Satzung fünf Kernthemen (Politik; Breitensport, Gesundheit, Demographie; Bildung, Erziehung, Mitarbeiterentwicklung; Sporträume - als Berater für Kommunen und Vereine; Kultur) fest, die es elf verschiedenen Kernaufgaben zu erfüllen gilt. "Das kann ein KSB in der Fläche nicht allein leisten, da werden die Stadt- und Gemeindesportverbände mit ins Boot genommen, um vor Ort mit den Kommunalverwaltungen und -politikern nach Kooperationsmöglichkeiten zu suchen", erklärt Reinert. Und: "Einzelne Sportvereine können das nicht leisten. Sind sie in einem Dachverband vor Ort zusammengeschlossen, können sie sich mit einer Stimmer Gehör verschaffen, und zwar mit einer starken", fügt er hinzu.

Diese gemeinsame "Stimme des Sports" vermissen derzeit Hans PohlmannHeinrich Nagenborg (Foto links), CDU-Rats- und DJK-Mitglied aus Stadtlohn, und (Foto rechts), Vorsitzender der SF Ammeloe: In Stadtlohn, Vreden und in Südlohn gibt es keinen Stadt- oder Gemeindesportverband - damit stehen diese drei Kommunen im Kreis allein da.

Ab sofort sind die Sportler zudem nicht vertreten in dem neuen KSB-Gremium, das die Satzung ebenfalls festschreibt: In der ständigen Konferenz der Stadt- und Gemeindesportverbände (SSV; GSV). Dort soll unter Mithilfe des KSB künftig ein Gedanken- und Ideenaustausch über Vorgehensweisen des organisierten Sports vor Ort stattfinden; besonders im Hinblick auf Möglichkeiten der verschiedensten Unterstützungsmöglichkeiten, die es vom LSB und KSB gibt.

"Möglicherweise aber künftig nur noch für die Kommunen, deren Sportvereine ihre Interessen in SSV und GSV bündeln", meint Reinert. Diese Praxis sei zwar nirgendwo festgeschrieben, da die neue LSB-Satzung erst einmal in anderen KSB-Satzungen einfließen und dort umgesetzt werden müsste, will Reinert keinerlei "Schwarzmalerei" betreiben.

Doch: "Konsequenzen können nicht ausgeschlossen werden: Die Verteilung von Übungsleiter-Geldern oder Projektmittel dürfte in absehbarer Zeit zu überdenken sein; ebenso die Förderung bei der Qualifizierung und Weiterbildung der Vereinsmitglieder. Wir werden beim KSB die Entwicklung sehr genau beobachten."

Interessierte einladen

Auf Nachfrage von Pohlmann heißt das KSB-Präsidium aber den Vorschlag gut, dass interessierte Vereinsvertreter aus Stadtlohn, Vreden und Südlohn zu den Sitzungen der ständigen Konferenz eingeladen werden sollten.

"Wir garantieren jede Unterstützung, wenn Sie vor Ort die Kräfte des Sports bündeln wollen", erklärte der KSB-Präsident Zurhausen abschließend. bml

Einbußen könnten schmerzen