Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Endlich mal ein Sieg

Dorsten Ergebnistechnisch bleibt Dorsten für die deutsche Damenbasketball-Nationalmannschaft ein gutes Pflaster. Gegen die Niederlande feierte das Team von Bundestrainer Imre Szittya gestern den ersten Sieg im vierten Vorbereitungsspiel vor der EM Ende September in Italien.

350 Zuschauer wollten die Partie in der Petrinumhalle sehen, deutlich weniger als zu Zeiten der Dorstener DBBL-Zugehörigkeit. Die Verbundenheit mit den früheren Dorstener Spielerinnen war dennoch deutlich hörbar. Bei der Vorstellung der Teams brandete für Dorothea Richter, Natalie Gohrke und Margret Skuballa Sonderapplaus der Fans auf.

Durchwachsenes Spiel

Das Spiel selbst verdiente dagegen eher das Prädikat "durchwachsen". Gegen die körperlich unterlegenen Gäste verstand es die deutsche Mannschaft nicht, ihre Längenvorteile unter dem Korb auszuspielen. So blieb die anfängliche 4:2-Führung lange Zeit die einzige, denn solange die Kräfte reichten, zeigten sich die Niederländerinnen aus der Distanz sehr treffsicher. Folgerichtig führten die Gäste nach dem ersten Viertel 20:18.

Der zweite Durchgang begann mit "Dorstener" Aktionen - Doro Richter glich zum 22:22 aus, kurze Zeit später war Margret Skuballa zum 26:22 erfolgreich und Richters Dreier zum 29:24 ließ auf die Wende zum Guten hoffen (14.). Doch daraus wurde nichts. Bis zum Viertelende waren die Niederländerinnen wieder auf 34:34 heran und nur Anne Breitreiners Korb mit der Halbzeitsirene rettete Deutschland eine 36:34-Pausenführung.

Druckvollere Defense

Nach dem Seitenwechsel machte Breitreiner da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatte. Immer wieder war die frühere Wasserburgerin, die mittlerweile für Gdynia (Polen) spielt, nach Ballgewinnen mit Korblegern oder aus der Mitteldistanz erfolgreich. Mit 23 Punkten war sie am Ende erfolgreichste deutsche Punktesammlerin.

Nicht von ungefähr folgten ihr in dieser Kategorie mit Alex Müller (15) und Doro Richter (10) zwei weitere Aufbauspielerinnen, denn durch den verstärkten Druck auf die Ball vortragende Niederländerin kam das deutsche Team nach der Pause immer wieder zu Ballgewinnen und einfachen Punkten.

Bei der EM dürfte die Mannschaft allerdings ohne Flügelspielerin Linda Fröhlich und Centerin Martina Weber kaum erfolgreich sein.

Gegen die konditionell abbauenden Niederländerinnen reichte der Zwischenspurt im dritten Viertel (24:12) zu einer vorentscheidenden 60:46-Führung, die selbst bei nur sieben Punkten in den letzten zehn Minuten nicht mehr in Gefahr geriet.

Bruno Kemper, Vorsitzender der BG Dorsten, beobachtete das Länderspiel unterdessen "ganz entspannt und gelassen" und bezeichnete die Entscheidung der BG, sich im Damenbereich aus dem Spitzensport zurück zu ziehen, noch einmal als "genau die richtige". al

Anzeige
Anzeige