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Das Sportporträt

Erlerin will Profi werden

ERLE Jennifer Radüchel hat das geschafft, worauf viele Fußball-Talente ewig hoffen. Sie spielt in der Nachwuchsmannschaft eines mit vielen Titeln geschmückten Bundesligisten – des FCR Duisburg.

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Erlerin will Profi werden

Jennifer Radüchel in Aktion. In den bisherigen sechs Regionalliga-Spielen war sie ein sicherer Rückhalt ihres Teams. Sechs Mal gingen die Duisburgerinnen als Sieger vom Platz.

Die Erlerin hütet seit dem Sommer das Tor der Duisburger U17, die in der Regionalliga West spielt. So hat der Wechsel vom Rhader Dahlenkamp Jennifer Radüchel auf den ersten Blick keine sportlichen Vorteile gebracht. Mit dem FC Rhade wurde sie in diesem Jahr Westfalenmeisterin und stieg ebenfalls in die Regionalliga auf, bevor sie dem Ruf zum FCR folgte. Vor ein paar Wochen spielte sie sogar gegen ihre alten Rhader Teamkameraden und entführte mit 2:1 einen Dreier vom Dahlenkamp.

Es sind die Perspektiven nach oben, die die Entscheidung der 15-Jährigen für den Bundesligisten beeinflussten: „Ich will Fußball-Profi werden. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, aber das wäre eine tolle Sache!“ Zudem sind die Möglichkeiten als Seniorin in Duisburg exzellent. Die erste Mannschaft spielt in der ersten Liga, die zweite in der zweiten Liga und die dritte Mannschaft ist in der Verbandsliga zuhause. Eigentlich hatte Jennifer Radüchel wenig Chancen, etwas anderes als Fußballerin zu werden. Ihr Vater Jörg hat beim BVH Dorsten gespielt. Dort ist ihr Onkel Christian Gabmaier Trainer der Bezirksliga-Mannschaft und der andere Onkel Klaus Stroick Trainer der zweiten Mannschaft. Ihr Bruder Marvin war Keeper beim VfB Hüls und bei der Schalker Reserve und spielt nun beim SV Schermbeck. So verbringt sie die Wochenenden auch nicht selten auf dem Waldsportplatz. Schon früh hat Jennifer mit den Jungs Fußball gespielt und stand damals immer im Tor. Auch bei Eintracht Erle, ihrem ersten Club, ging sie zwischen die Pfosten. „Es macht mir Spaß, hinten für die Mannschaft da zu sein. Außerdem finde ich es toll, Bälle zu halten,“ erklärt Jennifer die Freuden einer Torhüterin.

Diese erlebt sie jetzt drei Mal pro Woche auf dem Trainingsplatz in Duisburg. Dazu kommt noch das Spiel am Wochenende. Die Arbeit lohnt sich, denn der Regionalliga-Stammplatz ist ihr sicher. Die Mannschaft hat bislang alle sechs Spiele gewonnen und gilt auch als Titelfavorit. Da ist es klar, dass die Späher des DFB immer wieder zu Gast in Duisburg sind. Einige von Jennifers Team-Kolleginnen sind auch schon für Auswahlmannschaften unterwegs gewesen. Jennifer Radüchel ist selbstbewusst genug, um zu wissen, dass es für sie auch nicht unmöglich ist, in ein Auswahl-Team zu kommen. Sie kennt ihre Stärken, die auf der Linie und beim Herauskommen liegen. Doch sie kennt auch ihre Schwächen: „Ich muss meine Abstöße verbessern, sowohl aus der Hand als auch vom Boden.“ Außerdem hat die 15-Jährige genug Geduld: „Ich weiß, dass Torhüterinnen eine lange Karriere vor sich haben. Da ist noch genug Zeit.“ 

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