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Futsal

FC Schwerte: Ein Freundeskreis mit guter Moral

Schwerte Nach einer Saison mit neun Siegen aus zehn Spielen freuen sich alle Beteiligten des FC Schwerte auf die Herausforderung in der Futsalliga West. Und sie wünschen sich mehr Hallenzeiten. Wir haben mit dem sportlichen Führungs-Duo drüber gesprochen.

FC Schwerte: Ein Freundeskreis mit guter Moral

Aufstiegsjubel mit Yannick Köster (li.), Francesco Gara (mit Wimpel) und ihren Teamkollegen des FC Schwerte nach dem 7:3-Erfolg am Samstag gegen Paderborn zum Saisonabschluss. Foto: Manuela Schwerte

Mit dem 7:3 gegen die zweite Mannschaft des UFC Paderborn hat der vorher schon als Aufsteiger in die Futsalliga West feststehende FC Schwerte die Oberligasaison am Samstagnachmittag standesgemäß beendet. Michael Dötsch hat den Aufstieg zum Anlass genommen, sich mit Francesco Garà und Yannick Köster, zu unterhalten.


Zuerst mal zu Euch beiden – wie ist Eure Aufgabenverteilung?

Garà: Wir fällen eigentlich alle Entscheidungen zusammen, aber wir haben uns vor der Saison gewisse Regeln gegeben. Yannick deckt mehr den fußballerischen Bereich mit Training und allem, was dazugehört ab. Ich kümmere mich mehr um das Drumherum und die Motivation.


Mit welcher Zielsetzung seid Ihr in die Saison gegangen? War da schon im Hinterkopf, dass ein erneuter Aufstieg herausspringen könnte, wenn es super läuft?

Köster: Vor der Saison 2016/17 gab es keine andere Zielsetzung als den Aufstieg. Vor dem ersten Training dieser Saison kam dann von fast allen Spielern: Das machen wir nochmal! Als Trainer bin ich ein bisschen rationaler an die Sache herangegangen, aber für die Jungs war eigentlich von vornherein klar: Wir wollen wieder hoch.


Das hat mit neun Siegen aus zehn Spielen ja auch gut geklappt. Was hat die Mannschaft so stark gemacht, was ist das Erfolgsgeheimnis?

Köster: Ich glaube, wir haben eine ziemlich gute Moral. Wir haben zum Beispiel letztes Jahr im Pokal in der ersten Runde gegen Kempen 0:4 hinten gelegen. Da würdest du andere Mannschaften abschreiben. Aber bei uns ist dann immer noch was drin.

Garà: Außerdem sind wir ein Freundeskreis. Und wenn es darauf ankommt, sind wir da. Das hat man im Rückspiel gegen Lüdenscheid (14:5, Anm.d.Red.) gesehen. Da hätte stehen können, wer will – dieses Spiel hätte uns niemand genommen.


Blicken wir schon mal nach vorne. Ihr seid jetzt mit zwei Aufstiegen in Folge in der höchsten Spielklasse, der Futsalliga West, angekommen. Kann man jetzt schon abschätzen, was in dieser Liga möglich ist und wo man leistungsmäßig steht?

Köster: Es wird von Beginn an nur um den Klassenerhalt gehen, zumal von zehn Mannschaften drei absteigen. Der Sprung von der dritten zur zweiten Liga war schon groß, aber der Sprung von der zweiten zur ersten wird noch größer sein.

Garà: Aber es ist natürlich auch eine krasse Motivation, zum Beispiel gegen Holzpfosten zu spielen.


Wird sich zur nächsten Saison personell etwas verändern?

Garà: Vielleicht werden ein paar Spieler noch dazustoßen. Wir gucken nach Qualität und nach Leuten, die uns weiterhelfen. Da haben wir auch schon ein paar Jungs in der Hinterhand.

Köster: Aber so ganz viele kommen da gar nicht in Frage. Nicht jeder Spieler der draußen funktioniert, ist automatisch auch gut im Futsal.


Ihr habt viele Fußballer, zum Beispiel vom VfL oder ETuS/DJK Schwerte, in Euren Reihen.

Garà: Das stimmt, aber es ist kein Problem, dass sie bei rivalisierenden Vereinen spielen. Im Futsal geben sie gemeinsam 110 Prozent.


Aber bei den Fußballern ist die Schwerpunktsetzung vermutlich eine andere, oder?

Köster: Zurzeit ist das terminlich ein großes Problem. Wir haben donnerstags in der Westhofener Halle an der Wasserstraße unsere Zeit von 20.30 bis 22 Uhr. Die Jungs kommen nach ihrem Fußballtraining zum Futsal. Das ist natürlich nicht optimal.

Garà: Unter diesen Umständen ist es auf Dauer schon recht schwierig.


Steht denn in Aussicht, dass sich an diesem Zustand nach dem Aufstieg etwas ändert?

Garà: Ich habe mich mit den Leuten von der Stadt und auch mit dem neu gewählten Bürgermeister unterhalten. Er hat mir gesagt, dass da auf jeden Fall etwas geändert werden muss. Es kann doch wohl nicht sein, dass eine Mannschaft fünfmal pro Woche trainieren kann und wir nur einmal – und dann auch noch in einer kleinen Halle.


Ihr habt eben die bevorstehenden Derbys schon angesprochen. Wie ist denn eigentlich generell Euer Verhältnis zu den Holzpfosten?

Köster: Das Verhältnis ist gut, und das soll auch so bleiben.


Aber ein gewisses Konkurrenzdenken wird es doch spätestens zur neuen Saison doch geben, oder?

Köster: Darum braucht sich keiner Sorgen zu machen – aber alles in einem vernünftigen Rahmen.

Garà: Ich denke aber schon, dass die Holzpfosten nun mit anderen Augen auf uns gucken – so schnell, wie wir aufgestiegen sind. Früher hat man bei Futsal in Schwerte nur an Holzpfosten gedacht. Aber jetzt ist auch der FC Schwerte da.

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