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"Fürsten" atmen auf

HERVEST Eigentlich war die SG Fürst Leopold schon so gut wie sicher Geschichte gewesen. Die Montan-Grundstücksgesellschaft (MGG) hatte den Vertrag mit dem Tennis-Verein gekündigt und in der ersten Februarwoche sollte der Tennis-Club das Grundstück auf dem Zechengelände räumen.

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Da strahlt der Vorstand: Die SG Fürst Leopold darf weiter auf ihrer Anlage spielen.

Peter Noruschat wurde von der frohen Kunde überrascht.

Doch es kam alles ganz anders. Als die Dorstener Zeitung bei der MGG die Gründe für die Kündigung erfahren wollte, kam eine äußerst überraschende Antwort. Die SG darf trotz der Kündigung zum 31. Januar weiter dort Tennis spielen. Die Gesellschaft werde in Kürze einen Gesprächstermin mit dem Vorstand vereinbaren, um eine einvernehmliche Lösung zu suchen und vielleicht auch eine Ersatzfläche anbieten. Bei Bedarf solle auch die Kommune eingeschaltet werden.

Überrascht

SG-Vorsitzender Peter Noruschat erfuhr erst durch unsere Zeitung von der neuen Entwicklung und musste sich bei der MGG rückvesichern: "Der zuständige Mitarbeiter war verwundert, dass ich schon alles wusste, denn er wollte mich erst eine halbe Stunde später anrufen."

Bis Donnerstag hatte es ganz düster für den Club ausgesehen. Die Position der MGG war eindeutig und an der Entscheidung gab es nichts zu rütteln. Die Tennisplätze und die Halle sollten einem Regenrückhaltebecken weichen. Dieses könne nach einem Gutachten wegen der Gefällelage nur dort entstehen und sei sei für die weitere Sanierung und Aufbereitung der Zechenfläche zur Wiedernutzbarmachung beispielsweise für Gewerbeansiedlungen notwendig.

Alles war vorbereitet

Noruschat hatte schon alles für die Auflösung der Anlage und auch des Vereins vorbereitet: "Um zumindest die Winterrunde zu beenden, hatte ich schon mit anderen Vereinen Kontakt aufgenommen, damit wir dort die Punktspiele bestreiten können." Viele der 150 Mitglieder waren schon dabei, sich einen neuen Club zu suchen.

"Eine 30 Jahre alte Gemeinschaft wäre zerstört gewesen", denkt Noruschat mit Grausen daran, was passiert wäre, wenn die MGG nicht umgeschwenkt wäre. Die Aussicht auf ein Ersatzgelände macht das Überleben des Clubs nun mehr als wahrscheinlich. Irgendwann wird die SG Fürst Leopold auf jeden Fall umziehen müssen, aber bis dahin wird noch eine Menge Regen ohne Rückhaltebecken auf die Anlage niederprasseln.

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Da strahlt der Vorstand: Die SG Fürst Leopold darf weiter auf ihrer Anlage spielen.

Peter Noruschat wurde von der frohen Kunde überrascht.

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