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"Geschenk" mit Potenzial

Reitsport in Vreden

Zum ganz "großen Sprung" reichte es für Philipp Winkelhaus beim 20. großen Hallenreitturnier des RV Vreden (noch) nicht: Aber der 24-jährige Rotrock aus Legden, der seit Juli 2011 auf der renommierten Hengststation von Wilhelm Holkenbrink in Albachten für die Ausbildung und Vorstellung der Hengste zuständig ist, ist bereit dafür: "Mit Aragorn W" habe ich jetzt einen Hengst unter dem Sattel, der ganz viel verspricht."

VREDEN

von Von Bernhard Mathmann

, 09.01.2012

Quasi als Weihnachtsgeschenk ist der 13-jährige Holsteinerhengst aus der Vererberlinie Acorado und Cor de la Bruyere in den Beritt von Winkelhaus gekommen - als Youngster hatte der Hengst unter dem Schweden Rolf Göran Bengtson schon viel Potenzial gezeigt.

Mit Platz sieben im S*-Springen mit Stechen hatte Philipp Winkelhaus seinen "Neuen" am Freitag erstmals beim Turnier in Vreden platziert; am Samstag sollte Rang acht beim S**-Springen mit Siegerrunde folgen. "Ich hoffe, dass wir zusammen die Große Tour beim Hallenturnier am nächsten Wochenende in Münster gehen können", blickt er voraus.

Dort soll auch Quinny starten, eine zehnjährige westfälische Quinto-Tochter: Zwei zweite Ränge bei den S*-Springen am Freitag und Samstag sicherten dem jungen Rotrock, der in Ahaus beim städtischen Bauhof die Ausbildung zum Garten- und Landschaftsbauer absolvierte, ehe er auf die Reiterei umsattelte, insgesamt 835 Euro Gewinngelder. Weitere 638 Euro brachten die Platzierungen mit Aragorn W und Pepper Tonic in den weiteren S-Springen ein.

Neben den "fertigen" Vierbeinern stellte Winkelhaus am vergangenen Turnierwochenende fünf weitere Nachwuchs-Springer vor: Auf Spiderman, Lestat und Latouro Boy sammelte er gleich drei Siegerschleifen in den A**- und M*-Springpferdeprüfungen. Weitere Platzierungen füllten die Preisgeldschatulle von Winkelhaus mit über 1900 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

"Ein solch erfolgreiches Wochenende hat man als Reiter wohl eher selten", strahlte der Bereiter, der auf der Station Holkenbrink in die Fußstapfen von Gerd Könemann getreten ist, der nach über 25jähriger Tätigkeit als Holkenbrink-Chefausbilder den Weg in die Selbstständigkeit in Rhede gesucht hat. Von seinem Opa Paul Stenberg sei er mit dem Reiterei-Virus infiziert worden, meint der 24-Jährige. Nach seiner Ausbildung in Ahaus war er in den Privat-Reitstall von Annette Hülsmann ("Buddelei") gewechselt und hatte unter Friedrich-Wilhelm "Kaiser" Johannsmann sowie Franke Sloothaak seine ersten Sporen verdient. Seit 2010 ist er auf der Station Holkenbrink beschäftigt.

 

Beim RV Albachten trainiert Winkelhaus, der im Jahr 2004 bei den Sportlerwahlen in Ahaus auf Rang drei landete, auch die Springreitermannschaft, die am nächsten Wochenende bei der "Bauern-Olympiade" in der Halle Münsterland im Rahmen des Großen Hallenreitturniers ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen hat. Und eben dort möchte Philipp Winkelhaus am liebsten schon in diesem Jahr "um den Großen Preis mitreiten".

"Noch vor vier, fünf Jahren habe ich auf der Tribüne gesessen und von einem solchen Ritt geträumt - schon am Freitag könnte der Wirklichkeit werden", gerät Winkelhaus ins Schwärmen: Eine Platzierung in einem der beiden S***-Qualifikationsspringen öffnet ihm die Türen ins Finale am Sonntag.

Drei S-Siege und "viele zweite Plätze", wie er mit einem Schulterzucken gesteht, stehen in seiner Bilanz. Bei den ländlichen Turnieren in der Region sollen weitere folgen - oder sogar bei den großen Turnieren in Dortmund oder Bremen. "Auf dem Weihnachtsgeschenk Aragorn W könnte noch einiges möglich sein", spekuliert er.