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Gottes Wort und Afrikas Rhythmus

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Holsterhausen Dass Kirche und Sonntag nicht zwangsläufig mit einem konventionellen Gottesdienst assoziiert werden müssen, wurde am frühen Sonntagabend in der Martin-Luther-Kirche bewiesen. Vor rund 60 Besuchern gab dort das "African Gospel Project" um Chorleiter Mfebe Makila ein A-capella-Konzert.

Musik soll helfen

Der christlich geprägte Chor hat es sich zum Ziel gesetzt, das Wort Gottes in der ganzen Welt zu verkünden und nicht nur das Gehör mit den dynamischen und doch harmonischen Gesängen zu erfreuen, sondern mit der Musik auch Hilfe in Einsamkeit und Not zu leisten.

Dabei präsentierten die zehn Sänger bei weitem nicht nur altbekannte Kirchen- und Gospellieder wie "Go Tell It On The Mountains", sondern stachen auch gerade durch christliche Lieder ihrer Heimat hervor, deren sinngemäßer Inhalt den Zuhörern zuvor immer mitgeteilt wurde.

Die Musiker, die heute alle im Ruhrgebiet verstreut leben, stammen ursprünglich aus Angola oder dem Kongo und haben gerade in Dorsten schon die ein oder andere Kirche mit ihren Stimmen zum Beben gebracht. Insbesondere die Himmelsfahrt-Projekte erfreuten sich immer großer Beliebtheit.

Allmählich aufgetaut

So sehr sich Initiator Andreas Deppermann auch diesmal über die hohe Resonanz freuen konnte, die Impulsivität, die man von derartigen Konzerten aus anderen Ländern kennt, scheint dem deutschen Publikum wohl doch noch ein wenig abzugehen, auch wenn immer mehr der Anwesenden nach und nach auftauten, mitklatschten und -sangen.

Letztendlich war die Veranstaltung, die den Dorstener Gospelfreunden musikalisch ein Stück der christlichen Mentalität Afrikas näher brachte, jedoch ein großer Erfolg und der Spendenbeutel, der für die unentgeltlich auftretenden Musiker am Eingang der Kirche aufgestellt wurde, dürfte im Anschluss an das etwa einstündige Konzert noch kräftig geklimpert haben. svc

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