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Handball-Landesliga

HVE-Schützenfest mit 30 Toren Unterschied, HSG mit magerem 33:33-Unentschieden

Schwerte HVE Villigst-Ergste hat ihr Landesligaspiel gegen Herbede mit einem rekordverdächtigen 42:12 gewonnen. Damit ist der HVE eine mehr als eindrucksvolle Revanche für die Hinspielniederlage gelungen. Dagegen musste sich die HSG Schwerte/Westhofen mit einer mageren 33:33-Punkteteilung gegen den Tabellenvorletzten aus Menden begnügen.

HVE-Schützenfest mit 30 Toren Unterschied, HSG mit magerem 33:33-Unentschieden

Moritz Dommermuth (Mitte) beteiligte sich mit sechs Toren am 42:12-Schützenfest der HVE Villigst-Ergste gegen Herbede. Es war der höchste Saisonsieg für die Villigst-Ergster. Foto: Bernd Paulitschke

HVE Villigst-Ergste - HSV Herbede 42:12 (18:6)

Das ist rekordverdächtig! Und es ist kein Schreibfehler: Mit 42:12, also mit satten 30 Toren Unterschied, hat die HVE Villigst-Ergste am Samstagabend den hoffnungslos unterlegenen HSV Herbede aus der Gänsewinkel-Sporthalle gefegt. Es ist das höchste Ergebnis aller bisherigen Ligaspiele der Saison – und wohl auch darüber hinaus. Jedenfalls konnte sich auch HVE-Trainer Dirk Mimberg nicht daran erinnern, ein Meisterschaftsspiel so hoch gewonnen zu haben.

Zwei Dinge kamen zusammen, die zu diesem mehr als eindeutigen Resultat führten: „Wir haben kontinuierlich und konsequent bis zum Schluss gespielt. Aber Herbede war wohl auch nicht komplett – und in dieser Besetzung war das die schwächste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison bisher gespielt haben“, meinte Mimberg.

Dabei gingen die abstiegsbedrohten Gäste aus dem Wittener Vorort sogar in Führung – aber nur mit 1:0, und das hat im Handball bekanntlich nicht allzu viel zu sagen. Anschließend fielen die Tore dann zu großen Teilen auf der anderen Seite, denn über 5:1 und 12:3 ging es mit 18:6 in die Halbzeit – allein die nackten Zahlen lassen vermuten, dass es längst nur noch um die Höhe des Villigst-Ergster Heimsieges ging.

Und die Hausherren nahmen den Fuß nicht vom Gaspedal. Ein 8:0-Lauf nach Wiederanpfiff ließ den Vorsprung auf 26:6 anwachsen – das einseitige Treiben auf dem Parkett nahm aus Sicht der Gäste immer frustrierende Züge an. Weil es die HVE-Mannschaft schaffte, das Niveau bis zum Schluss hochzuhalten, waren es am Schluss besagte 30 Tore Differenz – vielleicht auch die Folge des verlorenen Hinspiels. „Der Stachel saß noch tief“, gestand Trainer Mimberg. Wobei sich ein Großteil der Zuschauer angesichts der ungleichen Kräfteverhältnisse am Samstagabend gefragt haben dürfte, wie es damals dazu kommen konnte, dass die HVE gegen diesen Gegner verloren hatte.


Villigst-Ergste: Lukas Daszkiewicz, Maurice Rolfsmeyer - Nils Stange (7), Moritz Dommermuth (6), Philipp Koch (5), Alexander Hänel (4), Marc Licha (5), Louis Marquis (4), Johannes Stolina, Jannis Mimberg (10/4), Felix Ständker, Robert Stelzer (1).


HSG Schwerte/Westhofen - Menden Sauerland Wölfe 2 33:33 (16:19)

Spannend war´s bis zur letzten Sekunden, doch erreichte der Handball-Krimi am Samstagabend vor spärlicher Kulisse in der FBG-Sporthalle nur Vorabend-Niveau. Am Ende teilten sich die HSG Schwerte/Westhofen und die Zweitvertretung der SG Menden Sauerland Wölfe im Duell zweier abstiegsgefährdeter Landesliga-Mannschaften mit 33:33 die Punkte – aus HSG-Sicht die logische Konsequenz einer bescheidenen Leistung, vor allem in der Defensivarbeit.

„Unser Abwehrarbeit war ein Witz“, stellte HSG-Trainer Mischa Quass nach Spielschluss mit einem richtig „dicken Hals“ fest. In den 60 Minuten zuvor hatte der Schwerter Coach sich fast die Kehle aus dem Hals geschrien – weitgehend aber ohne den erhofften Effekt.

Denn von Beginn an machten seine Schützlinge, bei denen Linksaußen Alexandr Denissov erneut verletzungsbedingt fehlte, nicht den Eindruck, als wüssten sie um die große Bedeutung der Partie. Vor allem die beiden Mendener Linkshänder Heinemann (8/1) und Zimny (8) düpierten die HSG-Abwehr ein ums andere Mal. So lag der Tabellenvorletzte schon nach zwölf Minuten mit vier Toren in Führung (10:6) – ein Abstand, der auch noch Mitte der zweiten Halbzeit Bestand hatte (24:28, 47.).

Die Zeit schien den Schwertern also davonzulaufen. Als die Gäste dann aber kurz hintereinander zwei Zeitstrafen kassierten und die HSG binnen zwei Minuten zum 28:28 egalisieren konnte, schien die Partie zu kippen. Doch es blieb bis zum Schluss dabei, dass die Gastgeber ihre Abwehrlöcher nicht gestopft bekamen. Und am Ende mussten sie sogar froh sein, wenigstens einen Punkt behalten zu haben. Denn eine Minute vor Schluss parierte Torwart Daniel Evangelou beim Stand von 33:33 stark gegen den völlig frei vom Kreis werfenden Jünger und hielt damit das Unentschieden fest. Zu mehr reichte es nicht mehr, denn im letzten Angriff kamen die Schwerter nicht mehr in eine vielversprechende Abschlusssituation. So blieb es bei der Punkteteilung – und ganz ehrlich: Mehr hatte die HSG an diesem Abend auch nicht verdient.

Schwerte/Westhofen: Daniel Evangelou, Mike Krüner - Dominik Yaltzis (1), Tim Gurol (9/1), Nico Paukstadt (6), Tim Decker, Tim Schröter, Peter Hengstenberg (1), Dominik Schreeck (3), Tim Schlütz, Niklas Linnemann (11/4), Christoph Kämper (2).

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