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Im Trab zur Königs-Disziplin

Südlohn "Hilbert", "Ivaro", "Nero" und "Mauritz" wissen offenbar, dass sie sich für die Königs-Disziplin des Fahrsport ins Zeug legen: Mit hoch aufgestellten Ohren und weit aufgeblähten Nüstern traben sie stilvoll in die Reithalle des RV Südlohn-Oeding - mit sicherer Hand und noch mehr Fingerspitzengefühl geführt von Martin Ostendorf.

03.12.2007

Im Trab zur Königs-Disziplin

<p>Mit viel Geschick und "Fingerspitzengefühl" lenkt Martin Ostendorf die "vier PS" durch den Parcours in der Reithalle des RV Südlohn-Oeding. Mathmann</p>

Vier PS vor einer Kutsche (oder Turnierwagen), das gebe es eigentlich nur auf den "ganz großen Turnieren", weiß Bernhard Wigger, Ehren-Vorsitzender des RV Südlohn-Oeding und mit 75 Jahren einer der erfahrensten Fahrsportler des Kreis, zu berichten. Jetzt hat es diese Parade-Disziplin erstmals auch in der Reithalle seines Vereins zu bestaunen gegeben.

Prüfung ohne Stress

"Wir wollten allen interessierten Fahrsportlern diese Möglichkeit einmal bieten - ohne Stress einer ,echten' Prüfung", erklärt Jürgen Schücker für den Gastgeber-Verein. Und etliche Fahrsportler nutzen die Möglichkeit, zum Teil erstmals vierspännig zu fahren. So auch der Eperaner Michael Bügener, der vier Mini-Shetland-Ponys vor seinen Wagen gespannt hat. Mit schnellen, trippelnden Schritten huschen die vier "PS-chen" durch den Parcours, begleitet von anerkennendem Beifall der Zuschauer.

Hoch aufgeschossen und fast schon majestätisch dagegen trabt das Gespann von Martin Ostendorf in den Hindernisparcours. Auch er hat selten zuvor vier Vierbeiner vor seine Kutsche gespannt. "Das sind ganz erfahrene Turnier-Pferde, die gut und schnell auf den Zügel reagieren", berichtet Bernhard Wigger, der wenig später auf den Bock klettert und das gleiche Quartett sicher durch die Bahn lenkt.

"In der Halle geht es wesentlich enger zu als auf einem Frei-Gelände. Da muss man schon etwas Gas wegnehmen", klärt er den Betrachter auf. Aber: "In einer solchen Situation reagieren die Pferde viel aufmerksamer", betont er. Dennoch: "Im Freigelände fahre ich doch lieber", gesteht er offen.

Einen ersten Anlauf mit seinem Pony-Vierspänner muss Jürgen Schücker indes nach wenigen Metern abbrechen: Die Deichsel-Halterung hat sich gelöst - seine Beifahrer halten die ungeduldigen Ponys im Zaum. "Bei den Vierspännern sind zwei Beifahrer vorgeschrieben, die bei besonderen Vorfällen sofort eingreifen können, damit der Fahrer auf dem Bock bleiben kann", erläutert am Rande Kurt Spiecker vom RV Südlohn-Oeding.

Schückers Gespann wird außerhalb der Halle schnell wieder auf Vordermann gebracht und legt im zweiten Anlauf dann die schnellste Zeit in die Halle.

Hintereinander traben indes "Oxbo" und "Campino" vor dem Gefährt von Christian Horstick in den Parcours. "Auch diese Anspannung sieht man ganz selten", so Spiecker. Und sie fordert vom Fahrer höchste Konzentration, denn beide Vierbeiner auf einer Linie zu halten - dazu im "Gleich-Schritt" -, verlangt schon ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit. Horstick und später sein Vereinskollege Christian Könning lassen dabei die Zügel nicht locker... bml

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