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Jahrelanger Abstiegskampf

Fußball: Fünf Verbandsliga-Absteiger im nächsten Jahr / Auch Bezirksligisten betroffen

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Nicht nur, dass durch die Einführung einer dritten Profi-Liga zur Saison 2008/09 zwischen 2. Bundesliga und Regionalliga (dann dreigeteilt) alle Vereine darunter praktisch um eine Klasse zurückgestuft werden. Die Clubs müssen sich auch über Jahre hinweg mit einem vermehrten Abstieg vertraut machen. Eine Verschlankung der Ligen-Struktur soll in Westfalen durchgezogen werden - mit weitreichenden Folgen. Das Präsidium des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen hat nun erwartungsgemäß einer Einführung der NRW-Oberliga zugestimmt, nachdem sich der Präsident Hermann Korfmacher trotz großer Skepsis der Vereine für dieses Modell stark gemacht hatte (wir berichteten). Dies bedeutet, dass die Oberligen Nordrhein und Westfalen zu einer Liga verschmelzen. Die neue Spielklasse geht mit 18 Vereinen (je neun aus den beiden Landesverbänden) ab der Saison 2008/09 an den Start. Aus der Oberliga Westfalen, die also in der nächsten Saison zum letzten Mal mit 18 Vereinen startet, rücken die ersten Vier in die Regionalliga auf. Die Vereine auf den Plätzen fünf bis elf qualifizieren sich zusammen mit den beiden Verbandsliga-Meistern für die NRW-Oberliga. Die letzten sieben Mannschaften steigen in die Verbandsliga, die auch weiterhin in zwei Gruppen spielt, ab. Um diese sieben Absteiger in der Verbandsliga, die dann in Westfalenliga umbenannt wird, aufzufangen, müssen in der kommenden Saison statt drei jeweils fünf Vereine in die Landesliga absteigen. Kämpft in dieser Saison neben dem VfL Schwerte noch die halbe Liga vier Spieltage vor Saisonende, um drei Absteiger zu ermitteln, kann man sich das Hauen- und Stechen in der nächsten Saison ausmalen. Doch die Reform geht noch weiter. Sie schlägt bis ganz nach unten durch. Gibt es bisher noch fünf Landesliga- und 15 Bezirksliga-Staffeln in Westfalen, sollen diese sukzessive reduziert werden. Künftig soll es nur noch vier Landes- und zwölf Bezirksligen geben. Damit werden also rund 70 überkreislich spielende Mannschaften in den kommenden Jahren in die jeweiligen Kreisligen verschwinden. Damit heißt es auch in den Kreisen enger zusammenrücken. Erreicht werden soll diese «Verschlankung» auch hier durch vermehrten Abstieg. Ab der nächsten Spielzeit müssen in Landes- und Bezirksligen jeweils vier (in 17er-Staffeln sogar fünf) Teams statt bisher drei absteigen. Und diese Regelung wird zum Dauerzustand, denn jedes Jahr soll auf eine Staffel verzichtet werden. Damit werden sich also auch der ETuS/DJK Schwerte, SV Geisecke und VfB Westhofen künftig warm anziehen müssen, wenn sie auch weiterhin höherklassig spielen wollen. Auf der einen Seite wird die «Fallgrube» nach unten größer und auf der anderen Seite kommt von oben ständig vermehrt neue Konkurrenz. jok

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