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Positive B-Probe bei Jessica Kürtens Pferd Maike

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Gahlen Der positive Medikationsbefund bei Jessica Kürtens Pferd Maike im Turnier in La Baul ist in der B-Probe bestätigt worden. Gefunden wurde das Mittel Etoricoxib, ein Arzneimittel, das bei der Behandlung von Arthrose und akuten Gichtanfällen benutzt wird.

Etoricoxib, ein nicht steroidales Antirheumatikum wie Ibuprofen oder Diclofenac, fällt unter die Substanzen der Medikations-Klasse A, der schwächeren von zwei verboten Medikationsklassen. Zu dieser Gruppe gehören Mittel, die die Leistung eines Pferdes beeinflussen könnten. Es gehört nicht zu den Dopingmitteln, sodass die irische Springreiterin nicht in einen Dopingfall verwickelt ist.

Jessica Kürten (Foto) will auf jeden Fall vor das Tribunal der Weltreitervereinigung FEI gehen, um die Art und Weise der Untersuchung verurteilen zu lassen. Bei der Öffnung der B-Probe wurde Laurent Bigler, Kürtens Vertrauensperson, die Anwesenheit untersagt. Nach Meinung von Martina Brüske, der Sprecherin Kürtens, hat die FEI damit zwar nicht gegen die eigenen Statuten, aber gegen den Code der WADA (World Anti Doping Agency) verstoßen.

Keine Trainingskontrolle

Überraschend kam das positive Resultat der B-Probe nicht, sagt Brüske, da sie ja vom gleichen Institut analysiert wurde. Allerdings muss Kürten nun vor dem FEI-Tribunal erklären, wie das Etoricoxib in die Probe gelangt ist. Dazu muss aber noch die Konzentration des Stoffes im Blut bekannt gegeben werden. Im Pferdesport gilt eine Null-Grenze, sodass schon beim kleinsten Befund eine Strafe fällig wird. Daher werden während der Trainingsphase keine Proben entnommen, um nicht eine Verabreichung von Medikamenten zur Heilung der Pferde zu sanktionieren.

Kürten muss nun anhand einer Medikamentendokumentation feststellen lassen, wie das Mittel in das Blut des Pferdes gekommen ist. Maike litt nie an Gicht oder Arthrose, sodass der Arzneistoff Etoricoxibin in einem anderen Medikament vorhanden gewesen sein muss. weih

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