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Basketball

Schlüpft Wulfen noch durch die Hintertür?

DORSTEN / WULFEN Was tun, wenn der Meister nicht aufsteigen will? Diese Frage muss sich der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) in der 2. Regionalliga 2 stellen.

Schlüpft Wulfen noch durch die Hintertür?

Kreshnik Gashi (r.) und der BSV Wulfen wurden vergangene Saison Sechster. Trotzdem eröffnet sich vielleicht noch eine Aufstiegschance. Foto: Lücke

Auf seiner Homepage hat der TSV Hagen bereits verkündet, dass er auf sein Aufstiegsrecht zur 1. Regionalliga verzichten will und weiter für die 2. Regionalliga plant. Der Mehraufwand sei mit den aktuellen Strukturen des TSV nicht zu meistern, heißt es auf der Internetseite der Hagener.

Gegenüber dem Verband hat sich der Verein allerdings noch nicht erklärt. Erst wenn das geschieht, kann der WBV mit der offiziellen Suche nach einem Ersatz-Aufsteiger beginnen. Doch die könnte sich schwierig gestalten. Denn auch andere Vereine scheuen vor den Anforderungen der 1. Regionalliga zurück. Die sind natürlich einerseits finanzieller Natur, doch auch logistisch müssen die Vereine in der höchsten WBV-Spielklasse einiges mehr leisten als in der 2. Regionalliga. So müssen die Spiele mittels Computer vor Ort gescoutet, also statistisch ausgewertet werden. Auch Video-Aufzeichnungen der eigenen Heimspiele müssen die Clubs dem WBV zur Verfügung stellen. Anforderungen, die so manchen Verein an seine Grenzen stoßen lassen.

Derne macht‘s wohl nicht

So hat der SV Derne, als Tabellenzweiter hinter Hagen erster „Ansprechpartner“ des WBV, bereits signalisiert, dass er eine Anfrage des Verbandes aus diesen Gründen voraussichtlich ablehnen würde.

In der 1. Regionalliga ist zur neuen Saison aber nicht nur der Platz des TSV Hagen frei. Aufsteiger Münster und die beiden Absteiger Bonn und Westfalen Mustangs haben drei Plätze frei gemacht. Einen davon nimmt der SC Fastbreak Leverkusen als Meister der 2. Regionalliga 1 ein. Für die zwei anderen müsste der WBV willige Ersatzkandidaten auftun. Und an dieser Stelle kommt auch der BSV Wulfen ins Spiel.

Die Wulfener schlossen die Saison zwar nur als Sechster ab, könnten aber den organisatorischen Aufwand in der 1. Regionalliga stemmen. Vorsitzender Christoph Winck rechnet durchaus damit, dass die Fragerunde des WBV in den 2. Regionalligen bis hinunter zu Platz sechs reichen könnte: „In unserer Staffel glaube ich zum Beispiel nicht, dass Barop als Dritter oder Waltrop als Vierter aufsteigen wollen.“ Für den Fünften, die RE Baskets Schwelm, würde ein Aufstieg als Farmteam der Schwelmer Baskets aus der Pro B auch kaum Sinn machen.

Bliebe die 2. Regionalliga 1. Hier hat der Sechste, die RheinStars Köln II, bereits sein Interesse an einem Aufstieg signalisiert. Zuerst würden aber der Reihe nach der Deutzer TV (2.), die DJK Adler Frintrop (3.), die Baskets Wuppertal (4.) und die SG Sechtem (5.) gefragt. Die Logistik der 1. Regionalliga könnte der ein oder andere dieser Kandidaten womöglich stemmen. Doch natürlich müssen auch die Finanzen und der Kader stimmen. Aspekte, über die sich nun auch der BSV Wulfen Gedanken machen muss.

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