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Slalomwart auf großer Tour

Es geht wieder auf große Tour in Richtung Oetz - mit dem Fahrrad. Heute macht sich Eugen Weimann, Slalomwart des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte, auf den Weg.

Schon im Vorjahr hatte er die rund 1000 Kilometer auf sich genommen, um dorthin zu radeln, wo der KVS sein alljährliches Ranglistenrennen ausrichtet.

Diesmal wird gut die Hälfte der Strecke aber weitaus bequemer sein. Denn Weimann wird bis zum Schwarzwald mit dem Auto fahren. Der Grund: Seine Frau ist mit dabei, gemeinsam sollen es ein paar Tage Urlaub mit Wandern und Radfahren sein.

Traumhaftes Tal

Doch am 11. August will sich Weimann wieder auf den Sattel schwingen, um die letzten rund 400 Kilometer mit dem Rad zu absolvieren. "Das ist ein traumhaftes Tal", gerät er ins Schwärmen. "Aber woher kommt die Begeisterung für die Region? Als Student in München lernte Weimann die Region kennen und lieben. Damals war Kärnten das primäre Ziel für Trainingslager des KVS. "Ich war immer mit dem Wildwasser verbunden", berichtet der Kanu-Vizeweltmeister von 1967 und ergänzt: "Für Oetz spricht die Entfernung und die Schwierigkeit. Es wird einfach alles geboten."

Im letzten Jahr nahm er die Strecke das erste Mal auf dem Rad in Angriff. Rund 1000 Kilometer fuhr er entlang verschiedenster Flüsse von Ruhr bis Donau. Dieses Mal sind es "nur" 400 Kilometer - und der 61-jährige Weimann nimmt sich alle Zeit der Welt. "Ich werde Übernachtungen machen, einfach aus der Situation heraus", erklärt er. Mit dabei: Das Buch "Bed & Bike" mit über 4000 Schlafmöglichkeiten in ganz Deutschland für Radfahrer.

Was darf denn sonst noch nicht fehlen im etwa 35 Kilo schweren Gepäck? "Regensachen, gutes Flick- und Werkzeug, gutes Kartenmaterial und Getränke und eine gute Brotzeit natürlich." Eventuelle Wetterkapriolen lassen Weimann kalt. "Ich bin immer auf Freiluft eingestellt." Dass ihm der Regen nichts anhaben kann, zeigte er letztes Jahr, als er von Mainz bis Hanau vier Stunden am Stück im strömenden Regen fuhr. "Alles eine Sache der Kleidung", versichert er.

Rückweg dauert länger

Für den Rückweg wird Weimann übrigens etwas länger brauchen. Denn dann wird er die gesamte Strecke über den Arlberg und Bodensee, am Rhein entlang bis Schwerte mit dem Rad in Angriff nehmen. Rund 1200 Kilometer lang wird er dann in die Pedale treten, hat er sich vorgenommen.

Übrigens: Auf Weimanns Angebot ihn zu begleiten, ist beim KVS niemand eingegangen - Freiwillige haben sich nicht gefunden. Mal abwarten, ob denn nächstes Jahr jemand aus Schwerte auf dem Rad nach Oetz fährt. Eugen Weimann hat sich jedenfalls fest vorgenommen, es wieder zu tun. BB

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