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Terhaar: Als Retter gehen

Fußball in Alstätte

ALSTÄTTE. Ganze neun Punkte haben die Kreisliga-Fußballer des VfB Alstätte in 13 Spielen auf ihr Konto gebucht - deutlich zu wenig, um den Klassenerhalt zu schaffen.

von Von Bernhard Mathmann

, 20.12.2010
Terhaar: Als Retter gehen

Nur als »Retter« für den VfB Alstätte engagiert: Jochen Terhaar will mit dem Kreisligisten den Klassenerhalt schaffen und sich dann wieder verabschieden.

Hatte es nach dem zweiten Saisonsieg am 27. Oktober bei Vorwärts Gronau (3:2) wieder einen Hoffnungsschimmer im VfB-Lager gegeben, wurde wenig später der Wechsel an der "Schaltzentrale" gemeldet: Jochen Terhaar übernahm das Traineramt vom Trainergespann Dirk Haveloh und Thomas Maas - und erlebte ein "Debüt der Emotionen": Nach einem 0:3-Rückstand im Heimspiel gegen FC Ottenstein glückte dem VfB noch ein 3:3-Unentschieden.

Am Samstag in der Vesterthalle war der VfB Alstätte weit von einem erneuten Titelgewinn in Ahaus entfernt: 1994 und 1996 verbuchte der Klub vom Alstätter Bahnhof die bislang einzigen zwei Hallenfußball-Stadtmeisterschaften. Davon wollte auch der 48-jährige Trainer nichts wissen: "Wir richten unser Hauptaugenmerk auf die Kreisliga-Spiele. Nur dort können wir unser gemeinsames Ziel, den Klassenerhalt, erreichen." Unter der Regie des früheren Zweitligaspielers (Wattenscheid 09, Preußen Münster) soll der Abstieg in die B-Liga verhindert werden.

Der 48-Jährige selbst, der in Münster wohnt, hatte dem VfB seine Hilfe angeboten. Terhaar, der wohl bekannteste Fußballer des VfB, stand in der Landesliga-Meistermannschaft, die Trainer Dieter Meis 1985 in die Verbandsliga führte. In den Jahren danach brachte es Terhaar auf 154 Einsätze in der ZweitenLiga. Unter der Regie von Spielertrainer Terhaar blühte der VfB in den 90er-Jahren schon einmal auf. In der Spielzeit 1992/93 mischte der Klub vom Bahnhof in der Bezirksliga-Spitzengruppe mit, klopfte an die Tür zur Landesliga, ehe er die Saison als Dritter beendete.

"Meine einzige Aufgabe ist es, den Abstieg zu verhindern. Danach ist für mich beim VfB wieder Schluss", erklärte Terhaar nach dem frühen Ausscheiden seines Teams bei der Hallenmeisterschaft in Ahaus. "Für den VfB ist es eine Selbstverständlichkeit, an diesem Turnier teilzunehmen. Aber wir verschmerzen es, dass wir so früh abreisen müssen", nahm er das frühe Aus billigend in Kauf.

Kein Risiko eingehen und die Kräfte bündeln für die Punktespiele - auf diesen Nenner bringt es Terhaar. So hatte er seinen Leistungsträgern eine Spielpause verordnet. "Wir werden auch keine weiteren Hallenturniere mehr bestreiten, sondern wollen uns absolut auf die Meisterschaft konzentrieren", betonte der VfB-Coach.

Mit Michael Woltering muss der VfB derzeit seinen Torjäger ersetzen: Eine Schultereckgelenks-Verletzung zwingt den Goalgetter zur Pause.

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