Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Überlebenswichtig

Der TuS Wandhofen kämpft für eine neue Kunstrasenanlage, um als Fußballverein überleben zu können.

Anzeige

Nach der jüngsten Übergabe einer umfangreichen Unterschriftenliste an Bürgermeister Heinrich Böckelühr unterhielt sich Jörg Krause mit dem Präsidenten des TuS Wandhofen, Ralf Wehmeyer.

Herr Wehmeyer, wie viele Unterschriften konnten Sie dem Bürgermeister überreichen?

Wehmeyer: 555 Unterschriften haben wir gesammelt. Das ist fast jeder zweite Haushalt in Wandhofen. Wir sind dabei auf ein großes Maß an Verständnis gestoßen.

In welchem Zustand befindet sich denn der Sportplatz Wandhofen derzeit?

Wehmeyer: Der Platz ist in einem fast unbespielbaren Zustand. Die Aschenoberdecke ist an vielen Stellen abgetragen. Der Schotter kommt schon durch. Die letzte Renovierung ist fast 20 Jahre her. Eine Grundsanierung ist unablässig, um den Spielbetrieb überhaupt aufrecht zu erhalten. Der Platz ist im Augenblick nur mit einem erhöhten Unfallrisiko zu bespielen.

Welche Bedeutung hätte eine Umwandlung in eine Kunstrasen-Anlage für den Fortbestand des TuS Wandhofen?

Wehmeyer: Ein Fußballverein ist mittelfristig mit einem Ascheplatz nicht überlebensfähig, wenn rundherum überall Kunstrasenplätze entstehen. Die Jugendarbeit ist wichtig. Aber die Eltern schicken ihre Kinder doch lieber auf einen Kunstrasenplatz. Auf Asche sind wir nicht wettbewerbsfähig.

Auch in Geisecke und Ergste fordert man einen Kunstrasenplatz. Wie groß ist die Konkurrenz?

Wehmeyer: Ich habe großes Verständnis, dass Geisecke und Ergste einen Kunstrasenplatz brauchen, um zu überleben. Wir auch. Jeder findet gute Argumente für sich. Aber eine Prioritätenliste bringt uns nicht weiter. Alle drei Vereine brauchen eine solche Anlage.

Was sind nun die nächsten Schritte?

Wehmeyer: Der Bürgermeister verweist auf die Haushaltssperre. Unser Antrag an den Rat der Stadt geht an den zuständigen Ausschuss weiter und wird dann in einer der nächsten Ausschuss-Sitzungen behandelt. Wenn man ein Modell vorlegt, welches unter dem Strich kostenneutral ist, ist man ganz weit vorne. Das können wir nicht. Aber wir haben ein Konzept aufgestellt, in dem wir einen erheblichen Eigenbeitrag leisten. Was sollen wir noch machen als kleiner Verein? Wir brauchen Unterstützung.

Welche Eigenleistungen kann der Verein stemmen?

Wehmeyer: Wir haben eine Baukosten-/Nutzungsrechnung erstellt, die bei einem Kunstrasenplatz Mehrkosten von ca. 40 000 Euro ergibt, die der TuS Wandhofen tragen würde. Zusätzlich würden wir Eigenleistungen in Form von Maler-, Pflaster-, Elektroarbeiten etc. übernehmen, die einen weiteren Beitrag des TuS Wandhofen im Wert von rund 65 000 Euro ergeben.

Anzeige
Anzeige