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SC Capelle kann Sonntag absteigen

Vertagt Capelle den K.o.?

Capelle 15 Punkte kann der SC Capelle noch holen. 13 Zähler Rückstand sind es zum Vorletzten der Tabelle. Es geht deswegen wohl nur noch um den Zeitpunkt des Abstiegs.

Vertagt Capelle den K.o.?

Capelles Kapitän Manuel Lachmann (l.) steckt mit seinem Verein in einer verzwickten Lage. Hier befindet er sich im Zweikampf mit Davaria Davensberg, aktuell Tabellen-13. Foto: Weitzel

Der SC Capelle steht neun Jahre nach dem Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A wieder vor dem Abstieg in die Kreisliga B. Die Rechnung ist einfach. Capelle ist abgestiegen, wenn erstens: das Schlusslicht am Sonntag im direkten Duell gegen Hohenholte entweder verliert – oder zweitens: der SC Capelle unentschieden spielt, der Werner SC II aber bereits um 12.30 Uhr im Derby gegen Herbern II gepunktet hat. In beiden Fällen hätte Capelle 13 Zähler Rückstand auf den vorletzten Tabellenplatz. Bei dann noch vier ausstehenden Partien wäre Capelle rein rechnerisch abgestiegen – selbst wenn es keinen Absteiger aus der Bezirksliga gibt.

So viel zur Theorie. Denn auch wenn der SC Capelle auf dem Papier noch Chancen hat, ist der Abstieg der Schwarzgelben seit Wochen quasi besiegelt. Denn danach, dass es keinen einzigen Absteiger aus der Bezirksliga mit Zugehörigkeit zum Kreis Münster gibt, sieht es nicht aus. Und das würde zu noch mehr Absteigern aus der A-Liga führen. „Es wird sehr schwer für uns, die Rote Laterne noch loszuwerden“, sagt Capelles Trainer Reinhard Behlert. „Von vornherein haben wir uns mit der Situation, die ja nun sehr wahrscheinlich ist, sehr früh beschäftigt“, sagt Josef Mertens, Vorsitzender des SC Capelle.

Selbst ein Capeller Sieg am Sonntag (15 Uhr, Gorfeldstraße, Capelle) wäre also wohl nur eine Verzögerung dessen, was lange feststeht. Rechnerisch hätte Capelle nämlich immer noch zehn Punkte Rückstand auf den Vorletzten. Wie gesagt: Es sind nur noch zwölf Punkte bis Saisonende zu holen. „Wir wollen die Punkte holen, die noch zu holen sind“, sagt Behlert, „es zählt, den Abstand noch etwas zu verringern.“

Am Sonntag ist dann das Personal auch noch dünn: Fabrizio Pate (Muskelfaserriss), Tizian Hüser (Knieprobleme), Benjamin Gumprich (beruflich) und Marcel Dülfer (privat) fehlen – wie auch Toralf Streppel, der mit dem Versuch, die fünfte Gelbe Karte während einer Familienfeier am Sonntag abzufeiern, Donnerstag beim 0:5 gegen Mecklenbeck gescheitert war.

Mertens sieht in der Mannschaft trotz aussichtsloser Lage noch Motivation: „Die Mannschaft ist hochmotiviert. Und wenn wir absteigen, wird es in der B-Liga weitergehen.“

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