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Fußball

VfL Schwerte: Eine Versammlung mit Signalwirkung

schwerte Die Führung des VfL Schwerte freute sich über das klare Mitgliedervotum zur Beitragserhöhung für eine Kunstrasenerneuerung. Und Gottfried Arlt freute sich über stehende Ovationen.

VfL Schwerte: Eine Versammlung mit Signalwirkung

Vorstandssprecher Günther Thurau (re.) und sein Stellvertreter Arnd Brenscheidt (li.) ehrten die Jubilare des VfL Schwerte: Gottfried Arlt (2.v.li.), Heinz-Friedrich „Fiddi“ Schütte (Mitte) und Walter Wilkes (2.v.re.). Foto: Paulitschke

Als Ehrenpräsident Udo Wilkes am Samstagabend um kurz vor 22 Uhr das Vereinslied anstimmte, war dies der Abschluss der längsten Jahreshauptversammlung des VfL Schwerte seit vielen Jahren.

Es gab ja auch eine Menge zu besprechen. Wichtigster Punkt dabei: Die Beitragserhöhung von 2 Euro pro Monat für Mitglieder ab 18 Jahre, für die der Vorstand ohne Gegenstimme bei nur zwei Enthaltungen das Okay der 61 anwesenden Mitglieder bekam. „Ich bin stolz auf Euch, Ihr VfLer“, war die erste Reaktion des erleichterten Wirtschaftsratsvorsitzenden Bernd Arnhold.

Existenz gefährdet

Denn mit diesem positiven Mitgliedervotum kann die Vereinsführung bezüglich der dringend benötigten Kunstrasenerneuerung ein deutliches Signal an die Stadt Schwerte senden. „Es ist wichtig, dass wir als Verein ein Zeichen setzen und die Bereitschaft zeigen, uns auch finanziell zu engagieren“, sagt Arnhold, der die Bedeutung eines Platzsanierung erneut betonte: „Ohne einen neuen Kunstrasen ist die Existenz des VfL Schwerte gefährdet“, so Arnhold.

Bevor die Beitragserhöhung zur Abstimmung stand, hatte Arnhold nochmal den Sachverhalt erläutert. Es gibt einen Vertrag aus dem Jahr 2001, nach dem die Stadt Schwerte verpflichtet ist, eine Platzrenovierung nach 15 Jahren zu bezahlen. Zudem gibt es einen 2011 abgeschlossenen Nutzungsvertrag, mit dem die Stadt-Verantwortlichen sich von dieser Verpflichtung befreit sehen. Die VfL-Führung sieht das anders, will aber einen Rechtsstreit, bei dem es wohl auf einen Vergleich hinauslaufen würde, vermeiden. Stattdessen erklärt sich der Verein bereit, eine Eigenleistung von 40.000 Euro (20 Prozent des Kostenvolumens) aufzubringen. Ein entsprechender Antrag soll in der nächsten Sportausschuss-Sitzung am 25. April behandelt werden – logisch, dass Arnhold und seine Vorstandskollegen nun darauf hoffen, dass die Ausschussmitglieder und später der Rat als Entscheidungsgremium der VfL-Argumentation folgen.

Erste Mannschaft spendet 1000 Euro

Ein Zeichen setzte übrigens auch die fast komplett anwesende erste Mannschaft. Kapitän Robin Heuft teilte mit, 1000 Euro aus der Mannschaftskasse beizusteuern und erntete den Applaus der Versammlung.

Noch mehr als Applaus hatte es zu Beginn bei den Jubilarehrungen gegeben: Mit stehenden Ovationen würdigten die Vereinsmitglieder die 70-jährige Mitgliedschaft des VfL-Urgesteins Gottfried Arlt, der seine Ehrung mit Tränen in den Augen entgegennahm. Auch die Verdienste von Heinz-Friedrich „Fiddi“ Schütte und Walter Wilkes für den VfL würdigte der stellvertretende Vorstandssprecher Arnd Brenscheidt in einer kurzen Laudatio. Mit Alfred Seefeldt (50 Jahre) und Klaus Droste (40 Jahre) waren zwei weitere Jubilare nicht anwesend.

Titelkämpfe im Zelt?

Zum Abschluss der Versammlung ging es noch um das große Vereinsjubiläum – der VfL feiert 2019 sein 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde er mit der Ausrichtung der Hallenstadtmeisterschaft im Januar betraut. Es gibt die Idee, aus den Titelkämpfen ein größeres Event in einem beheizten Zelt auf dem Schützenhof unter Einbeziehung der Tribüne zu machen – konkret ist dies aber noch nicht. „Man muss sehen, ob solche Pläne umsetzbar sind“, so Bernd Arnhold.

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