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Zickenalarm ist nicht gefragt

Wulfen Musik ist Trumpf beim TSZ Royal Wulfen. Das liegt bei einem Tanzverein in der Natur der Sache. Am letzten Wochenende schaffte die sympathische Formation Modern Dance Force um Trainerin Ulla Baackmann die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Aber so ein großer Erfolg kommt nicht von ungefähr.

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Natürlich ist alles ganz eng mit dem Namen Ulla Baackmann verbunden. Die rührigen Mutter der Kompanie ist vom TSZ Royal Wulfen ungefähr genauso leicht wegzudenken wie ein Boris Becker aus dem deutschen Tennis. Doch auch ihre Tänzerinnen bilden eine Gemeinschaft, wie sie vermutlich selten in den Spitzenbereichen des Leistungssports vorkommt. Integration und Teamgeist heißen die Zauberworte, die in Wulfen Erfolge dieser Größenordnung erst möglich werden lassen.

Vom TSC Wulfen stieß erst kurz vor der Saison Alina Krüger zur Modern Dance Force und wurde sofort herzlich und ohne Vorbehalte in Empfang genommen. Julia Tenhagen (Foto), das jüngste Mitglied der Truppe, ist gerade einmal 15 Jahre alt und empfahl sich mit guten Leistungen in der Jugend-Liga für höhere Aufgaben. Auch sie ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Teams und wird trotz ihrer jungen Jahre schon voll und ganz akzeptiert.

Nur wenig Lob

Wer bei neun jungen Damen im Alter zwischen 15 und 23 an gelegentlichen Zickenalarm denkt, wird beim TSZ Royal ebenfalls eines Besseren belehrt. Falls sich dann doch noch einmal kleine Mängel bemerkbar machen sollten, gibt es ja immer noch Ulla Baackmann.

"Sie lobt uns nicht viel. Aber das ist auch richtig. So sind wir ständig konzentriert und hoch motiviert", sagt die 22-jährige Nadine Breyer (Foto) über ihre Trainerin. Baackmann selbst kommentiert die Aussage ihrer Tänzerin augenzwinkernd: "Wir sind hier völlig humorlos", bevor die gesamte Mannschaft in schallendes Gelächter ausbricht.

Harmonie ist also auch Trumpf in Wulfen. Aber ohne intensives Training wären auch die Mädels von der Modern Dance Force nicht in der Bundesliga.

Vier Mal in der Woche bittet Baackmann ihre Schützlinge aufs Parkett. Zusätzlich steht an manchen Wochenenden ein dreitägiges Intensivtraining an.

Trotz des hohen zeitlichen Aufwandes bleibt den Tänzerinnen jedoch immer noch genug Zeit für Freunde, Familie und einen Partner. "Das muss auch sein", sagt Alina Krüger mit einem Lächeln auf den Lippen.

Aufstiegsfeier

Auch um das Privatleben der Formation muss man sich also keine Sorgen machen. Bleibt die Frage, ob so ein Erfolgsteam momentan überhaupt Sorgen hat.

Aber klar: Bislang weiß der 1. Vorsitzende Helmut Winkler noch nichts von seinem Glück, dass er der Formation das neue Traingszentrum für eine rauschende Aufstiegsparty zur Verfügung stellen soll. Aber auch dieses Problem wird beim TSZ Royal Wulfen sicherlich in größter Harmonie gelöst. jhj

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