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40 Minuten reichen nicht

ICKERN 40 Minuten lang steuerten die Handballer des TuS Ickern (11.) gegen den FC Schalke 04 (10.) geradewegs auf den dritten Landesliga-Sieg an. Mitte der zweiten Halbzeit kamen die Castrop-Rauxeler allerdings vom Erfolgs-Kurs ab.

von Von Jens Lukas

, 29.10.2007
40 Minuten reichen nicht

Nils Rodammer (mit Ball) musste beim 22:22 gegen Schalke die "Platte" in der Sporthalle an der B 235 wegen drei Zeitstrafen vorzeitig verlassen.

Die Ickerner dominierten die erste Halbzeit und warfen mit dem 13:7 kurz vor der Pause eine Sechs-Tore-Führung heraus. Den positiven Eindruck konnten die Gastgeber anfangs auch nach dem Seitenwechsel bestätigen. Der "Beweis": Das 16:10 (35.).

Faden gerissen

"Das war wunderbar mit anzusehen; die Mannschaft hat clever gespielt auch ?mal das Tempo herausgenommen und die Angriffe ruhig ausgespielt", zeigte sich TuS-Coach Stephan Pade begeistert vom Auftritt seiner Schützlinge. 20 Minuten vor der Schluss-Sirene riss bei den Europastädtern durch eine Reihe von Unterzahlsituationen nach Zeitstrafen allerdings der Faden. "Höhepunkt" sei die Disqualifikation (drei Zwei-Minuten-Strafen) von Rückraumschütze Nils Rodammer gewesen. Der glänzte diesmal zwar nicht als Goalgetter, dafür aber als effizienter Tor-Vorbereiter glänzte, berichtete Pade: "Er musste wegen eines Stürmerfouls vom Feld; das geht ja gar nicht; da fehlte den Schiedsrichtern das nötige Fingerspitzengefühl; ein Freiwurf hätte da gereicht."

Beim Stand von 17:17 legte Pade mit der grünen Time-Out-Karte ein "Veto" ein und stimmte seine Mannen auf die Schlussphase ein. Was auch mit dem 18:17 sowie 20:18 positive Wirkung zeigte.

Ein Manko wurde jetzt spielentscheidend: Die Ickerner bekamen die beiden quirligen Schalker Rückraumschützen in den 1:1-Duellen nicht in den Griff. Diese "wackelten" immer öfter die TuS-Abwehr aus, erzielten und zwangen ihre Gegenspieler zu einigen mit Zeitstrafen geahndeten Fouls.

Die Folge: Ein 21:22-Rückstand - und die Ickerner in der Schlussminute mit zwei Spielern Unterzahl. Dennoch gelang den Castrop-Rauxelern das 22:22 durch Jörg Großjung. "Sein erstes Saison-Tor", freute sich Pade, "das Tor hat er sich schon vorher verdient gehabt." Der Rechtsaußen hatte nämlich vier Minuten zuvor das womöglich Gewinn bringende 22:20 für seine Farben auf der Hand. Pade: "Das haben die Schiedsrichter nicht gelten lassen, weil er angeblich mit einer Hand den Hallenboden im Kreis berührt haben soll."

Jetzt in Hörde

Am achten Spieltag geht die Reise für die Ickerner zum "Tabellennachbarn" Westfalia Hörde (12.), der zum Saisonauftakt einen 21:15-Überraschungssieg gegen den aktuellen Spitzenreiter Borussia Höchsten feierte. Stephan Pade: "Die spielen immer mit einer laufintensiven 6:0-Deckung; Teams, die auf Tempogegenstöße setzen, haben ihre Probleme gegen Hörde."

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