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AWO-Beschäftigte im Ausstand

DUISBURG Im Streit um einen neuen Tarifvertrag bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag nach Ver.di-Angaben rund 2300 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt.

AWO-Beschäftigte im Ausstand

Auch in AWO-Kindertagesstätte legten die Beschäftigen am Dienstag die Arbeit nieder.

Von den Aktionen seien rund 120 AWO-Einrichtungen betroffen gewesen, darunter Seniorenheime, ambulante Pflegedienste, Kindertagesstätten und Beratungsstellen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. An einer zentralen Kundgebung in Duisburg nahmen nach Gewerkschaftsangaben rund 2000 Menschen teil. Die AWO beschäftigt landesweit rund 27000 Menschen.

Während der Arbeitsniederlegungen hätten Notdienstvereinbarungen die Versorgung vor allem in den Altenheimen und bei den ambulanten Pflegediensten gesichert, so die Gewerkschaft. In den Kindertagesstätten seien die betroffenen Eltern rechtzeitig über mögliche Einschränkungen informiert worden. „Mir sind keine Probleme bekannt geworden“, sagte AWO-Bezirksgeschäftsführer, Erwin Knebel.

  "Völlig unzureichend"

Die Gewerkschaft fordert in der Tarifauseinandersetzung eine rückwirkende Erhöhung der Einkommen um 5,5 Prozent zum 1. Januar 2007. Erst vor gut zwei Wochen waren die Anfang März gestarteten Tarifverhandlungen in der achten Runde ohne Ergebnis geblieben. Die Verhandlungsrunde war bereits von Arbeitsniederlegungen begleitet worden. Die Gewerkschaft hatte ein Angebot der Arbeitger als völlig unzureichend zurückgewiesen. Die AWO-Leitung hatte für 2007 eine erneute Nullrunde gefordert. Mitte 2008 wollten die Arbeitgeber Löhne und Gehälter um 1,6 Prozent erhöhen, ein Jahr später um weitere 0,5 Prozent. Die Tarifverhandlungen sollen am 4. und 5. November in Sprockhövel fortgesetzt werden.

  

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