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Abschied nach 37 Jahren

Im Februar 2008 geht im Castrop-Rauxeler Sport- und Bäderamt eine Ära zu Ende, wenn Winfried Hetzel in den Ruhestand eintritt. Der gebürtige Duisburger hat die Geschicke des Amtes seit 1971 gelenkt.

27.12.2007

"Der Abschied fällt mir schon schwer", sagt der 64-jährige Hetzel mit Blick auf seinen letzten Arbeitstag. Lebhafte 37 Jahre des städtischen Sportgeschehens hat Hetzel an vorderster Stelle miterlebt. Die Diskussionen um Bäderschließungen gehörten ebenso dazu wie die fortschreitende Einführung von Kunstrasen-Sportplätzen. Am Ende stand das nicht zuletzt das neue Sportstättenkonzept der Stadt.

Nicht mehr gegrüßt

26 Jahre lang fungierte Hetzel auch als Sportwart im Stadtsportverband, 19-mal veranstaltete er das Spielfest im Stadion am Stadtmittelpunkt. "Die Arbeit hier hat immer Spaß gemacht", sagt Hetzel in der Rückschau. Dabei scheute er auch vor Auseinandersetzungen nicht zurück. Schon kurz nach Beginn seiner Tätigkeit stellte der junge Amtsleiter die damalige Praxis in Frage, nach der die Hausmeister der Sporthallen ihre Tätigkeit am Abend vierfach bezahlt bekamen, weil sie in vier verschiedenen Bereichen tätig waren. "Diese Art der Abrechnung wurde abgeschafft und die Hausmeister haben mich dann nicht mehr gegrüßt", fasst Hetzel das Ergebnis der Diskussion knapp zusammen. Die Wogen glätteten sich jedoch bald wieder.

Bei aller sachlicher Auseinandersetzung suchte Hetzel immer auch den Dialog mit allen Beteiligten. "Wir versuchten und versuchen, jedem der zu uns kommt, so gut wie möglich zu helfen", umreißt er die Einstellung des kleinen Teams im Sportamt. Für Hetzel selbst war dabei auch die eigene Erfahrung als Sportler eine wichtige Grundlage. "Ich habe mich nie als Bürokrat gefühlt", sagt er.Einsatz in der Nationalmannschaft

Bevor er zum Castrop-Rauxeler Sportamt kam, hatte es der Diplom-Sportlehrer als Feldhandballer in Diensten von Hamborn 07 unter anderem bis zu Einsätzen in der Nationalmannschaft gebracht. Später ging er für den damaligen Oberligisten Teutonia Riemke als Hallenhandballer aufs Parkett. Der Handballsport ebnete letztlich auch den Weg zur heutigen Tätigkeit. Adler Rauxel, Vorläufer-Club der heutigen HSG Rauxel-Schwerin, suchte Anfang der 70er Jahre einen neuen Trainer und sicherte sich die Dienste von Winfried Hetzel.

Über seine sportliche Aktivität in Castrop-Rauxel kam der Kontakt zum damaligen Leiter des Sportamtes, Günter Frohnhöfer, zustande. Hetzel bekam den Stellvertreter-Posten an der Spitze des Amtes, das in dieser Form seinerzeit Neuland war. Erst zum Jahresbeginn 1971 war der Bereich, der zuvor dem Jugendamt angegliedert gewesen war, in ein eigenständiges Amt umgewandelt worden.

Nun, rund 37 Jahre später, neigt sich die Ära Hetzel ihrem Ende zu. Mitte der 90er Jahre hatte er Fronhöfer als Chef des Sportamtes beerbt. "Das Stadion soll noch komplett fertig werden", wünscht sich der nun ausscheidendende erste Mann vom Sportamt seine letzten Arbeitswochen.

Pünktlicher Geburtstag

Pünktlich zum Ausscheiden aus dem Berufsleben wird Hetzel am 28. Februar seinen 65. Geburtstag feiern. Der erste Programmpunkt im Leben nach dem Sport- und Bäderamt steht bereit fest: Gemeinsam mit Gattin Karin bricht der dann frischgebackene Ruheständler zu einer Kreuzfahrt auf. Anschließend übergibt Hetzel die Lebensplanung in andere Hände: "Meine Frau hat mit Sicherheit schon eine Liste mit Dingen erstellt, die ich dann erledigen muss", schmunzelt er.

Fest steht in jedem Fall, dass der bald ehemalige Sportamts-Chef die Sportgruppe, die er seit rund 17 Jahren in Henrichenburg für das katholische Bildungswerk leitet, weiter betreuen wird. Die Teilnehmer dort, die zwischen 40 und 82 Jahren alt sind, eine vor allem ein Aspekt, sagt Winfried Hetzel: "Der Spaß an der Sache steht im Vordergrund."

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