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Achim Prellwitz fühlt sich verschaukelt

LÜNEN Der Lüner Tischtennis-Funktionär Achim Prellwitz wurde wegen des Versuchs einer Spiel-Verschiebung zu zwölf Spieltagen Sperre verurteilt. Im Interview mit unserer Zeitung gesteht er die Tat - aber er fühlt sich ungerecht behandelt. Er erhebt seinerseits Vorwürfe.

31.10.2007
Achim Prellwitz fühlt sich verschaukelt

Achim Prellwitz (r.) muss zwölf Spiele aussetzen. Er fühlt sich vom Verband verschaukelt.

Herr Prellwitz, wie fing diese Geschichte an?Prellwitz: Ich habe mich mit der DJK Borussia Münster geeinigt, ein Spiel nicht stattfinden zu lassen. Schließlich hatten beide Mannschaften Schwierigkeiten, ein Team an die Platten zu bekommen. Da Münster die stärkere Mannschaft ist, bin ich auf den Vorschlag 9:7 für Münster eingegangen, um einer Strafe von 100 Euro wegen Nichtantretens aus dem Wege zu gehen.

Hat Münster mitgespielt?Prellwitz: Ja, die Münsteraner haben das Ergebnis im Click-TT gespeichert, obwohl es nicht stattfand, da sie ja Heimrecht hatten.

Wie ist Ihr Vergehen aufgefallen?Prellwitz: Beim WTTV ging eine anonyme E-Mail über unser Vergehen ein.

Daraufhin reagierte der WTTV ...Prellwitz: Ja, beide Vereine bekamen direkt eine Ordnungsstrafe von 200 Euro.

Das war alles?Prellwitz: Nein, der Münsteraner Mannschaftsführer wurde für sechs Spieltage Sperre verurteilt. Und ich als ehemaliger Funktionär des WTTV wurde doppelt bestraft und bekam zwölf Spieltage Sperre.

Warum wehren Sie sich jetzt dagegen?Prellwitz: Nach Bekanntgabe des Urteils habe ich eine E-Mail an den WTTV gesendet, in der ich den neuen Mannschaftsführer bekannt gegeben habe - und dass ich meine Sperre sofort antreten werde. Der WTTV reagierte sofort und teilte mir mit, dass ich nicht selber bestimmen könne, wann ich meine Strafe antrete. Nun stelle ich mir die Frage: Warum hat sich der WTTV nach der anonymen Mail nicht gleich an mich gewendet?

Was hätten Sie erwartet?Prellwitz: Eine lächerliche E-Mail mit dem Inhalt: "Wir gehen davon aus, dass der Inhalt dieser Anzeige nicht den Tatsachen entspricht", wäre doch ausreichend gewesen.

Sie fühlen sich verschaukelt?Prellwitz: Ja, ich habe das Gefühl, dass man einen ehemaligen WTTV-Funktionär auflaufen lassen wollte. Hier wurde ein Funktionär zwar zum Täter, aber die Funktionäre des WTTV haben das zugelassen. Ob bewusst oder unbewusst, eine Meinung hierzu soll sich jeder selber bilden.

Achim Prellwitz spielte u. a. für Wethmar und Brambauer, trat bei der Versammlung des Tischtennis-Kreises 2006 von seinem letzten Amt als Funktionär zurück. Wegen der Sperre will er jetzt auch als aktiver Spieler aufhören.

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